Mit WordPress per Email bloggen

Mit WordPress per Email bloggen

Neulich habe ich mir die Einstellungsmöglichkeiten meines WordPress-Systems genauer angeschaut und dabei gesehen, dass es möglich ist, per Email kurze Artikel an die eigene Seite zu übermitteln. In den Zeiten vor der flächendeckenden Einführung internetfähiger Smartphones hatte man mitunder Schwierigkeiten beim Bloggen, weil das Back End, also der Administrationsbereich für den Blog, nicht auf allen Handys angezeigt werden konnte. Das gilt zum Beispiel für solche, die nur WAP-Seiten darstellen können. Da aber meist Emails schreiben geht, kann man auch mit diesen antiquierten Mobiltelefonen bloggen. Zunächst muss man sich auf dem eigenen Mailserver eine Emailadresse einrichten. Dies geht mit Konfigurationsoberflächen wie Confixx meist ganz einfach. Es empfiehlt sich, eine nicht so leicht nachzuvollziehende Zeichenkombination für die Mail-Adresse zu wählen, um nicht von den massenversendern mit Müllmails vollgespammt zu werden. Dann geht man in die WordPress-Einstellungen und wählt dort den Unterpunkt „Schreiben“. Hier scrollt man nach unten, bis Via Email schreiben. Dort trägt man nun die Daten ein, die die WordPress-Installation braucht, um die Emails abzurufen und zu verarbeiten; also die Adresse des POP3 Servers, die Emailadresse der Mailbox die abgerufen werden soll sowie das Passwort. Auf Speichern klicken, fertig! Da es sich bei WordPress logischerweise nicht um einen Email-Client handelt und so auch nicht regelmäßig gecheckt wird, ob neue Emails an die eingerichtete Adresse geschickt wurden, muß man dem System den Befehl zum Gucken geben. Dies geschieht indem man die Seite wp-mail.php aus dem Root-Verzeichnis der WordPress-Installation aufruft, also zum Beispiel www.deinblog.de/wordpress/wp-mail.php. Dadurch ruft WordPress die angegebene Mailbox auf und schaut, ob dort neue Mails eingegangen sind. Wenn ja, dann werden sie geladen und vom Server gelöscht. Dies vermeidet Doppelveröffentlichungen. Die Mails werden dann als jeweils eigenes Posting angelegt und je nach dem, ob die Absendeadresse dem System als Admin oder registrierter Benutzer bekannt ist, publiziert. An und für sich eine interessante Methode, um schnell Artikel zu posten. Allerdings hat sich die Sache durch die App fürs iPhone wahrscheinlich auch schon überlebt. Gemessen am Komfort, den ich beim Bloggen mit dem iPhone habe, würde ich mich nie freiwillig mit der Email-Methode beschäftigen.