Den Blog mit Plugins internationalisieren?

Den Blog mit Plugins internationalisieren?

Bekommt man durch die Verwendung einer weiteren Sprache mehr Leser für den eigenen Blog? Muß man sich einer bestimmten Klientel anbiedern, indem man überhaupt eine weitere Sprache verwendet, um den Blog internationaler zu machen? Will man überhaupt international sein? Der Webmasterfriday stellt diese Fragestellung in den Raum: Den Blog mit Plugins internationalisieren. Da stelle ich doch gleich mal die Frage zurück: mit welchen Plugins lassen sich vorformulierte Texte, die in Blogs und Foren gespeichert sind, so verlässlich und sauber „on the fly“ übersetzen, dass sie hinterher auch einen Sinn ergeben? Besonders wenn man ungebräuchliche Formulierungen oder technische Begriffe verwendet, dürfte es für alle Übersetzungs-PlugIns schwer werden, die Aufgaben zufriedenstellend zu erledigen. Übersetzungen anzufertigen ist ein weitaus komplexeres Geschäft als man landläufig glauben würde, weil es in jeder Sprache Formulierungen und sprachliche Konstruktionen gibt, die man kennen muss, um dafür zu sorgen, dass das Endprodukt auch den gleichen Sinn wiedergibt wie der Ausgangstext. Jetzt kann man natürlich einwenden, dass automatisierte Systeme mehr und besser abspeichern können als ein Mensch, aber verfügt das PlugIn dann auch über ein gutes Sprachgefühl, um das Wissen auch anzuwenden? In großen internationalen Institutionen wie Europäischen Zentralbank oder dem Europäischen Parlament gibt es ganze Übersetzungsabteilungen weil ja dort auch so ziemlich der komplette Schriftverkehr und alle nach außen gerichtete Kommunikation in die offiziellen Sprachen der EU übersetzt werden muss. Bei diesen Einrichtungen handelt es sich aber nicht um Blogger, die mal eben frestyle etwas ins Netz stellen; diese Texte werden meist von langer Hand vorbereitet und sich vor der Verabschiedung und Veröffentlichung durch viele Hände gegangen. Die Texte, die die EZB oder das EU Parlament publizieren, sind aber auch von einer derartigen rechtlichen Bedeutung, dass es fahrlässig wäre, den Google-Übersetzer oder Babelfisch damit zu füttern. Allein schon ein Verb wie das französische mettre (setzen, stellen, legen): welche Bedeutungen kann es im Bankensektor haben? Institutionen wie EZB, EU oder auch Unesco arbeiten oft mit vorgefertigten, abgesegneten Textbausteinen, die von den entsprechenden Kommunikationsabteilungen nur noch zusammengefügt werden müssen. Wie ist das aber beim Bloggen? Bloggen wir immer über die gleichen Themen, sodass wir uns die passenden Bausteine nur noch aus dem Lager heraussuchen müssen. Ich zumindest nicht. Gerade im Hinblick auf den Google Suchalgorithmus kann es nachteilig sein, bei sich selbst im Blog abzuschreiben. Abgesehen davon ist es auch ein bisschen langweilig für die Leser und zeugt nicht gerade von Phantasie. Ich würde also, um unliebsame Überraschungen bei der automatisierten Ausgabe meiner Blogeinträge zu vermeiden, auf die Verwendung solcher Plugins verzichten.