Wer oder was ist „Der reiche Sack“

Wer oder was ist „Der reiche Sack“

Beim Herumsurfen im Netz entdeckte ich vor kurzem den Link zur Seite „Der reiche Sack“. Neben dem etwas ungewöhnlichen Namen fiel mir auf, daß es dort offensichtlich DAS gewinnbringende Geheimnis schlechthin gibt. Alles was man tun muß, um auch in den Genuß dieser Gewinnstrategie zu kommen, ist schlappe € 29,95 zu überweisen und eine Datei herunterzuladen.
Website Der reiche Sack

Website Der reiche Sack

Um ehrlich zu sein, bin ich immer etwas skeptisch wenn ich solche Ankündigungen lese. Wenn jemand wirklich meint, er hätte die eierlegende Wollmilchsau gefunden, die Antwort auf die Frage, wie man ohne besonders viel Arbeit am besten über Nacht total viel Geld einnehmen kann, dann stellt sich mir eigentlich fast schon zwangsläufig die Frage: Wieso teile ich dieses Geheimnis mit anderen Menschen? Wenn ich hinter die Antwort auf eine DER Fragen gekommen bin, die sich wahrscheinlich seit geraumer Zeit mit Sicherheit schon viele Menschen gestellt haben, wieso sollte ich dann so dämlich sein, und mein Geheimnis preisgeben? Und dann kam mir in den Sinn, dass das möglicherweise etwas mit den knapp 30 Euro zu tun haben könnte. Mein Blogger-Kollege von Deppenwatch hat vor kurzem einen sehr interessanten Artikel über Der Reiche Sack geschrieben, wo er ihn ehrlich gesagt ziemlich bloß stellt. Der Deppenwatcher hat die 30 Euro investiert, um mal zu sehen, was denn dahinter steckt. Und siehe da: die Tips sind eigentlich alle recht realistisch, wenn auch viel zu optimistisch prognostiziert. Das Konzept liest sich zunächst mal ganz gut. Aber wie soll Geld verdienen ohne so richtig zu arbeiten gehen? Es handelt sich weder um ein Pyramidenspiel noch um Multi-Level-Marketing. Worum es geht ist das Ausnutzen bestimmter Nischen im Internet. Beispielsweise wird vorschlagen, Domainnamen mit absichtlich falsch geschriebenen bekannten Namen anzumelden, um mit dann auf den Seiten platzierten Werbebannern Kasse zu machen. Meldet man z.B. die Domain amzon.de an und richtet von dort eine Weiterleitung zur eigentlichen Seite des Online-Händlers ein, dann kann man die Weiterleitung mit einer Affiliate-ID erweitern und alle Verkäufe, die der Besucher dann getätigt, spülen einem anteilig eine Provision in die Kasse. Aber keine Sorge: die oben genannte Domain ist bereits registriert. Amazon war bereits so schlau, den Provisionsjägern das Wasser abzugraben. Ich denke auch, daß dieser Markt mittlerweile ziemlich abgegrast sein dürfte. Dafür kommt dieser „Tip“ einfach Jahre zu spät. Und überhaupt: so einfach ist das nicht. Ähnlich denkt es sich der Verfasser dieses PDFs mit dem Bloggen: man schreibt halt so vor sich hin und die Besuchern kommen dann schon irgendwie von alleine. Und über die eingeblendeten Banner und so weiter wird man dann reich. Wenn’s denn so einfach wäre, würden’s doch alle machen, denk ich mir. Was man auf jeden Fall über den „reichen Sack“ sagen kann, ist dass sein Konzept, relativ belanglose Tipps als Patentrezept für spontanen Reichtum doch ziemlich polarisiert. Zwiegespalten fragt sich der Blogger-Kollege von Iro’s Welt: Bertrug oder Geldmaschine?,währed der eBooktest das PDF für „absolut empfehlenswert“ hält. Peer von Selbständig im Netz sieht sich positiv vom „Reichen Sack“ überrascht und meint, man könne „wirklich gutesGeld verdienen“, wenn die Schritte in den eBooks abarbeitet. Wer sich selber eine Meinung bilden und den ganzen Text lesen möchte: den gibt’s hier: Der Reiche Sack; die Kritik von Deppenwatch dazu gibt’s hier: Der reiche Sack