Wofür braucht man QR-Codes?

Wofür braucht man QR-Codes?

Man sieht diese unansehnlichen und kompliziert aussehenden Dinger ja mittlerweile fast überall und nur sehr wenige Leute haben tatsächlich den Durchblick, was es genau mit den pixeligen kleinen Quadraten auf sich hat. Quick Response Codes sollen unser aller Internet-Marketing erleichtern indem sie dem Empfänger die Adresse, auf die man ihn lotsen möchte passgenau ins Handy oder einen sonstigen QR-Scanner bringt. Wieso aber das Ganze? Der Vorteil liegt auf der Hand: wenn sich der Angesprochene, also derjenige dem ich ein Produkt, eine Dienstleistung oder sonst was verkaufen keine URL merken muss, sondern nur sein Smartphone nehmen und den QR-Code einscannen, dann ist auch die Gefahr, dass man die Adresse vergisst oder den Zettel, auf den man es aufgeschrieben hat, sehr gering. Weniger Streuverlust, gleich mehr Reichweite möglich. Mit QR-Codes lassen sich aber andere Daten geschickt verpacken. So können z.B. Datenbankabfragen von ausgedruckten Dokumenten mit dem eingescannten Code ganz leicht verifiziert werden. Die Bahn AG benutzt ein System dieser Art für Online-Tickets, außerdem wickeln Große Institutionen die Registrierungen für den Mitarbeiterfeiern auf diese Art und verringern somit die Wartezeiten am Einlass. Ich habe QR-Quadrate aber auch bereits im kleineren Rahmen auf den Postern des lokalen Rockclubs prangen gesehen. Marketing im Kleinen befeutet hierbei, dass auch heimische Rockbands die Pixelkästchen verwenden, um die Distanz zu ihrem Publikum im Internet zu verkürzen. Meiner Meinung nach ist das eine sehr kluge Anwendung da sie eben auch für den „kleinen Mann“ gedacht sind. Ein Barcode könnte weder so viele Informationen auf einmal enthalten noch würde das Gros der Angesprochenen den Unterschied zwischen einem URL Strichcode und einer EAN erkennen. An die EANs auf der Ware aus dem Supermarkt haben wir uns zu sehr gewöhnt. Es bleibt aber noch eine innovative Möglichkeit, QR-Codes zu verwenden. Dies haben die Fans des türkischen Fußballclubs Göztepe vorgemacht. Sie hielten beim Auswärtsspiel ihrer Mannschaft ein Transparent hoch, auf dem ein QR-Code zu sehen. Scannt man ihn mit dem Handy ein gelangt man zu einer Seite, auf der man auf türkisch, deutsch, englisch und mehreren anderen Sprachen als Hurensohn beschimpft wird. Wenn auch das Scannen des Transparentes für die Fans, die zu beleidigen waren, schwer sein dürfte, ist es doch eine recht hintersinnige Aktion.