Die Euro 2012 im Netz – Irland

Die Euro 2012 im Netz – Irland

Die Iren haben bei der Euro 2012 am meisten mit der Lautstärke ihrer Unterstützer für Aufregung gesorgt, waren doch angeblich beim 4:0 Sieg der Spanier gut 30.000 Fans im 40.000 Sitzplätze umfassenden Stadion in Danzig. Aber auch ihre Homepage ist nicht ohne. Zumindest ohne Gälisch. Internationalismus wird bei den Iren offenbar derartig groß geschrieben, daß sie gleich auf die Verwendung ihrer eigenen Sprache verzichten und die Seite komplett in Englisch anbieten.
Website des irischen Fußballverbandes

Website des irischen Fußballverbandes

Das ist zwar ein Mords-Service für die Fans von außerhalb der Grünen Insel, aber irgendwie schon ein ziemlicher Affront den eigenen Fans gegenüber. Wenn man bedenkt, wieviel Leid das irische Volk in den vergangenen tausend Jahren auf sich genommen hat, um beispielsweise auch die eigene Sprache öffentlich sprechen zu dürfen, dann erscheint das irgendwie doch wie ein verspäteter Sieg für die britischen Besatzer. Wie dem auch sei: die Seite des irischen Fußballverbandes FAI kommt fast schon typisch in grün auf schwarz daher. Vom Design her sehr modern und sehr gefällig.Klickt man tiefer in die Website hinein bleibt es grün, mit einem Content-Bereich in dem ein sehr nach jQuery-aussehender Überblender die letzten Nachrichten über das Team von der grünen Insel vermeldet. Vielleicht ist es etwas schade, daß die Verantwortlichen es versäumt haben, die Seite auch für Mobilgeräte zu optimieren oder zumindest eine abgespeckte Variante anzubieten, aber sei’s drum. So schlimm sieht’s auf dem Smartphone garnicht aus, wie man auf den Screenshot sieht.
Unterseite www.fai.ie

Unterseite www.fai.ie

Tief in der Hierarchie der Site gibt es natürlich die Infos die man erwartet: Infos über die unteren Ligen in Irland, zu den Schiedsrichterkursen für Interessierte, wie anderswo halt auch. Besonders anzumerken wäre noch, daß die Seite Links zu den Regionalverbänden auf der Insel anbietet, und zwar ganz Irland, also auch Nord-Irland, dass ja völkerrechtlich sich selbst dem Vereinigten Königreich zugehörig versteht. Offenbar überwindet der Fußball Grenzen, die eigentlich keine sein sollten. Schön das zu sehen…