Die Euro 2012 im Netz – Frankreich

Die Euro 2012 im Netz – Frankreich

Trotz eines eher einschläfernden Eins zu eins Unentschiedens gegen ersatzgeschwächte Engländer hätte man der französischen Équipe tricolore den Favoritenstatus in der Gruppe D zuerkennen müssen. Dieser Rolle wurden sie aber in den weiteren Spielen der Vorrunde nicht und so schleppen sich „les bleus“ als Gruppenzweiter in das Viertelfinalspiele gegen Spanien, um dieses dann gegen die unverschämt gut aufspielenden Iberer zu verlieren. Auch web-technisch sind die Franzosen nicht wirklich auf der Höhe.
Website des französischen Fußballverbandes

Website des französischen Fußballverbandes

Auch wenn blau die Trikotfarbe der Grande Nation ist, um ehrlich zu sein ist mir das zu blau. Alles blau, wo man auch hinguckt. Sogar der arme Mann in dem roten Trikot auf der rechten Seite scheint ein bisschen blaustichig im Gesicht zu sein. Also liebe Désigneurs: ganz so blau hätte es doch mit Sicherheit nicht sein müssen. Was zunächst einmal auffällt, und damit befinden sich die Franzosen in bester Gesellschaft, die Seite ist nur an Franzosen gerichtet. Eine englische Version gibt es nicht. Offenbar ist das eine Entwicklung, die einige Verbände fahren. So haben die Niederländer, die Dänen und auch die Spanier keine andere Sprache im Programm als ihre jeweils eigene. Taucht man dann etwas weiter in die Seite des französischen Fußballverbandes ein, so findet man bereits auf der ersten Seite im Footerbereich eine große Sammlung an weiterführenden Links rund um den Fußballsport im Allgemeinen. Das macht sich bei der Google-Suche ganz toll und hilft beim Auffinden der gewünschten Seite. Leserlich ist das zwar nicht wirklich, aber was soll’s. Was trotz des vielen Blaus auffällt, und das möchte ich lobend hervorheben, ist das es mir den eindruck macht, als hätten die Webdesigner tatsächlich versucht, ein bisschen was vom Trikot-Look ins Web zu übertragen. Die feinen Nadelstreifen-artigen Linien des EM-Trikots der Équipe tricolore finden sich auch im Hintergrundmuster im Headbereich. Fazit: netter Versuch eines Comeback nach dem Kabinenstreit zwischen Nicolas Anelka und dem Trainer Raymond Domenech und der darauffolgenden Streik-Katastrophe des Team in Südafrika 2010, aber im Großen und Ganzen etwas zu halbherzig. Wer die Fans dermaßen vor den Kopf gestoßen hat, muß auch web-mäßig eine Schippe drauflegen, um wieder zu den Großen in Europa und der Welt aufschließen zu können. Das Viertelfinal-Aus geht deshalb vollkommen in Ordnung.