CMS-Website mit Redaxo umsetzen

CMS-Website mit Redaxo umsetzen

Vor einiger Zeit bekam ich von einer Kundin den Auftrag vermittelt, für eine Bekannte von ihr eine Website zu erstellen, die die Bekannte dann später ohne größere Probleme aktualisieren könne. Bei einem Treffen in ihrem Büro erklärte sie mir die Ausgangslage, welche Features unbedingt enthalten sein sollten und was weniger wichtig wäre und so weiter. Wir skizzierten ein paar grundlegende Ideen fürs Webdesign auf ein Blatt Papier und nach ein wenig Hin und Her war das Konzept fertig. Die Bekannte ist Französin und betreibt in Frankfurt am Main ein Übersetzungsbüro und Sprachservice. Die Website sollte also mindestens für zwei Sprachen ausgelegt sein, deutsch und französisch. Eventuell kommt später noch chinesisch hinzu, das wird dann aber sowohl für die Zeichencodierung als auch das Korrekturlesen eine interessante Sache. Nach diesem Briefing dachte ich darüber nach, welche CMS ich nehmen sollte und meine Wahl fiel auf Redaxo. Redaxo ist ein mittlerweile als Open Source verbreitetes Content Management System, das mit seinem schlichten Backend ind seinem modularen Aufbau den Bedürfnissen für diese Website sehr entgegen kommt.
Meta-Daten bei Redaxo-Artikel

Meta-Daten bei Redaxo-Seite

Nachdem ich in meiner Testumgebung ein Redaxo-System aufgesetzt hatte, ging ich daran, das Template für das Übersetzungsbüro zu erstellen. Out of the box kommt Redaxo mit einem standardisierten Template, das aber natürlich noch angepasst werden musste. Die Textausgabe erfolgt bei Redaxo durch das Modul Textile, welches eine Weiterentwicklung von Textpattern ist. Im Backend kann man verschiedene wiederkehrende Textformatierungen anlegen, z.B. Headlines mit einer Klasse für die spätere Formatierung mit Cascading Style Sheets CSS versehen und auch die Anordnung der Textelemente bestimmen. Im Abschnitt Templates habe ich dann verschiedene Vorlagen erzeugt, die als Grundgerüst für die einzelnen Seiten dienten. Da die Seite mit dem Kontaktformular anders dargestellt werden sollte als eine Seite mit Fließtext habe ich für diese Anwendungen vorab unterschiedliche Templates und Ausgabestyles angelegt, auf die ich dann bei der Feineinstellung zurückgreifen konnte. Die Texteingabe ist bei Redaxo denkbar einfach. Man öffnet im Backend entweder einen bestehenden Text oder legt an der richtigen Stelle der Hierarchie eine neue Seite an und klickt auf Editieren. Über Drop down-Menüs stehen einem nun die Elemente zur Auswahl, die man vorher angelegt hat. In diesem Fall die unterschiedlichen Headline und Fließtext-Vorgaben. Nachdem ich alle Texte eingefügt hatte, ging es weiter an das Stylesheet. Die Elemente hatten nun verschiedene, ansteuerbare IDs und Klassen und konnten ohne weitere Probleme im Style-Editor, der im Backend von Redaxo enthalten ist, formatiert werden. Unterm Strich ist das Erstellen einer Website mit Hilfe eines Content Management Systems wie Redaxo kinderleicht und nicht mit dem quälenden Codieren per Hand früherer Jahre zu vergleichen.