Bundesliga 2012/13 im Netz – Die Meisterschaftskandidaten

Bundesliga 2012/13 im Netz – Die Meisterschaftskandidaten

Im dritten Teil meiner Betrachtung der Webseiten der Bundesliga-Vereine 2012/13 schaue ich mir die Seiten des Titelverteidigers Borussia Dortmund und die Website des Rekordmeisters FC Bayern München an. Schauen wir uns zunächst mal die Seite von Borussia Dortmund an: wie nicht anders zu erwarten bekommt der Besucher auf der Startseite die Tatsache um die Ohren gehauen, dass der BVB 09 Borussia Dortmund der amtierende Deutsche Meister und DFB-Pokalsieger ist. Stolz werden dort die Meisterschale und der Pokal in einem Meer aus schwarz-gelben Fahnen und Schals präsentiert. Im unteren Bereich der Seite werden im ziemlich zurückhaltender Form die Logos der Sponsoren gezeigt, weiß auf schwarz.
Website www.bvb.de

Website www.bvb.de

Während auf der Eingangsseite noch Zurückhaltung herrscht geht es dann auf der eigentlichen Seite stark bergab. Um ehrlich zu sein, habe ich ein solches Durcheinander schon lange nicht mehr gesehen. In Sachen Design ist die Seite der absolute Grauen. Der Contentbereich hat kaum Struktur, das Auge findet keinen Halt. Im oberen Teil der Seite stehen zwei Nachrichtenmeldungen untereinander, mit liebloser Typo die zu klein ist und einen zu geringen Zeilenabstand hat, wodurch das Lesen ungemein erschwert wird.  Weiter unten kommen dann noch weitere Meldungen, die ebenso lieblos wie unlesbar dargestellt werden, als wolle der BVB garnicht, dass man das erfährt. Der Lesefluß der ganzen Seite wird mit Störer-Elementen immer wieder unterbrochen, sodaß man irgendwie garnicht weiß, wo man zuerst hingucken soll. Fazit: fußballerisch war der BVB in den letzten beiden Jahren hui, webmäßig ist das nicht mal Kreisklasse (sorry liebe Kreisklassen-Vereine). Dass sich ein Börsen-notiertes Unternehmen so im Netz präsentiert ist schon der Hammer. Dass sich der Deutsche Fußballmeister 2011 und 2012 derart im Netz präsentiert, ist ebenfalls ein Hammer. Und dass diese beiden Umstände auf den BVB zutreffen ist eigentlich ein Unding.
Splashscreen www.fcbayern.de

Splashscreen www.fcbayern.de

Ganz anders macht es da der FC Bayern München: der Rekordmeister und überraschende Zweite der letzten beiden Jahre weiß genau, wie man die Fans behandeln muß. Was mir zunächst einmal aufgefallen ist, und das zeigt auch gleich den Anspruch, den der FCB hat, sind die vier kleinen Icons unter dem Vereinsnamen auf der ersten Seite, mit der die Seite in den Sprachen englisch, japanisch, chinesisch und spanisch angezeigt werden kann. Damit demonstriert der Verein, wo er sich sieht: ein deutscher Verein, der aber alle Fans weltweit ansprechen will, und dies in deren Landessprache auch tut. Mit japanisch, chinesisch und spanisch deckt man so ziemlich alle Wachstumsmärkte im Fußball-Business ab.
Newsseite www.fcbayern.de

Newsseite www.fcbayern.de

Bleibt man bei deutsch und klickt sich in die Seite selbst hinein, so gelangt man zu einer relativ Standard-mäßigen Page, auf der einige Flash-Elemente vor sich hin flackern. Links oben laufen die Nachrichten mit Bilder in Flash ab,  rechts davon gibt es ein kleine Box auf grau namens FCB.tv und darunter flackert ein Flash-Werbebanner. Nun ist Flash keine zukunftsträchtige Technologie mehr, seit Apple die Unterstützung auf seinen iPhones und iPads versagt hat, aber da es auch eine eigene FCB App gibt, dürften Inkompatibilitäten wohl nicht vorkommen. Um ganz ehrlich zu sein, haut mich die Seite des FC Bayern München auch nicht gerade vom Hocker. Sie ist nicht schlecht gemacht und bietet auch alle Infos, aber das Design ist jetzt nicht weltbewegend und die Fülle an Bewegungen und Animationen ist für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten. Fazit: der FCB zeigt wie man die internationalen Fans hofieren muß, wenn man welche haben möchte. Designerisch eher Holzklasse, aber durchaus mit interessanten Inhalten rund um den (angeblich) beliebtesten Fußballclub Deutschlands.