Bundesliga 2012/13 im Netz -Die Europapokalplätze

Bundesliga 2012/13 im Netz -Die Europapokalplätze

Nach den Webseiten der Teams aus dem oberen Mittelfeld und dem unteren Mittelfeld, den Teams aus der oberen zweistelligen Tabellenregion und der unteren Tabellenhälfte und  den Meisterschafts-Aspiranten Borussia Dortmund und Bayern München kommen nun die Webseiten vom Werkclub, Bayer 04 Leverkusen, vom Meister der Herzen Schalke 04 und der Überraschungsmannschaft 2012, Borussia Mönchengladbach unter die Lupe.
Website Schalke 04

Website Schalke 04

Die Website des FC Schalke 04, www.schalke04.de, spart sich den Schnickschnack eines Splashscreens oder einer Willkommens-Seite und kommt gleich zur Sache. Die Mannschaft des holländischen Fußball-Trainers Huub Stevens präsentiert sich wie nicht anders zu erwarten war vornehmlich in Blautönen. Allerdings wird einem das Königsblau nicht gar zu sehr um die Ohren gehauen, wie es zu befürchten war. Es kommt eher abgeschwächt daher und erleichtert damit das Lesen. Oben links befindet sich das Vereinswappen des FC Schalke 04, daneben die Sprachauswahl. Es stehen deutsch, englisch und natürlich russisch zur Auswahl. Dies ist wohl eine Geste für den Hauptsponsor, den russischen Energie-Riesen Gazprom.
Unterseite www.schalke04.de

Unterseite www.schalke04.de

Weiß auf blau werden dann die Unterpunkte der Navigation gelistet, von aktuellen Nachrichten bis hin zum Fanshop, wo man natürlich Schalke-Trikots, blau-weiße Schals und sonstigen Schalke-Fanbedarf kaufen kann. Im oberen Contentbereich läuft wie schon auf fast allen bisher betrachteten Seiten ein jQuery-Newsscript mit vier Meldungen. Insgesamt sehr aufgeräumt, und mit der Möglichkeit die Seite in russisch zu betrachten natürlich ganz weit vorne bei der Marketingoffensive Richtung Osten. Ob das allerdings dem FC Schalke04 beim Kampf um die Meisterschale helfen wird, bleibt abzuwarten.
Website Borussia Mönchengladbach

Website Borussia Mönchengladbach

DIE Überraschungsmannschaft der vergangenen 12 Monate ist sicherlich Borussia Mönchengladbach. Nach ihrer Last-Minute Rettung im Relegationsspiel der Saison 2011/12 trumpften sie in der abgelaufenen Spielzeit dermaßen auf, dass die Fohlenelf nun wieder auf dem europäischen Parkett antreten darf.  Die Website der Gladbach spiegelt die Optik der Trikots wider: weiß dominiert, grün als Auszeichnungsfarbe. Man wird zunächst von einem Splashscreen begrüßt und gelangt durch einen Klick weiter auf die eigentliche Homepage.
Website www.boruissa.de

Website www.boruissa.de

Auch auf der eigentlichen Seite der Borussia geht es sehr grün und weiß zu. Oben steht ein grüner Balken, darunter schwarz auf weiß die Hauptmenüpunkte. Fährt man mit der Maus drüber, werden weitere Unterpunkte eingeblendet: alles sehr modern. Die Typo ist gut lesbar, auch wenn grün auf weiß nicht unbedingt der lesefreundlichste Kontrast ist. Die Seite bietet dem interessierten Leser viel, etwa eine sehr detaillierte News-Sektion, die nicht nur die Profi-Mannschaft betrifft oder eine großen, leicht zu lesenden Kalender mit allen Terminen. Die Sponsorenlogos sind zwar deutlich sichtbar, stören aber nicht wirklich. Die Wettquoten, die im Kasten rechts laufen, flackern zwar ein wenig, tun aber auch nicht so richtig weh. Fazit: internet-mäßig ist Borussia Mönchengladbach schon auf Europapokal-Kurs!
Splashscreen Bayer Leverkusen

Splashscreen Bayer Leverkusen

So richtig super-elegant kommt die Website des TSV Bayer 04 Leverkusen daher: man wird von einem Splashscreen in iPhone-mäßiger Glossy-Optik empfangen, auf dem man sich zwischen Links zur Homepage, zum Bayer-Videochannel, dem Leverkusen-Fanshop und dem Online-Ticketshop für die BayArena entscheiden kann. Klickt man sich dann jedoch weiter auf die Homepage wird aus dem eleganten Schwarz ein buntes Gewitter mit einem dominanten roten Hintergrund, der das leichte Händchen der Gestaltung beim Entrée vermissen läßt. Oben findet sich ein Werbebanner, rechts gleich drei Stück übereinander – das ist etwas viel für meinen Geschmack, aber wahrscheinlich muß jetzt mehr Kohle her, nachdem die Bayer AG schon länger nicht mehr die Schatulle auf macht.
Homepage www.bayer04.de

Homepage www.bayer04.de

Infomäßig ist alles da, dem Bayer-Webdesigner ist nichts entgangen. Es wirkt halt alles etwas zu bunt, zu schrill, zu schreiend. Vor einigen Jahren fing Bayer Leverkusen an, sich selbst als „Werksclub“ zu bewerben und führte eine Stencil-artige Typo ein. Wäre interessant gewesen, wenn der Verein mit HTML5 diese Schrift für die Headlines verwendet hätte, und den eleganten Style der Eingangsseite weiter durchgezogen hätte. Fazit: solider Platz in Europapokal, Ambitionen nach oben, die aber irgendwo mittendrin steckenbleiben.