Die Verwertungsgesellschaften für Kreative

Die Verwertungsgesellschaften für Kreative

Eine kreative Leistung, wie das Verfassen eines Buches oder das Malen eines Bildes, kann dem Urheber Einnahmen verschaffen, wenn er das Werk verkauft bzw. die Nutzung des Werkes lizenziert. In diesem Fall erhält er Geld, und tritt dafür Rechte an seinem Werk ab. Was aber, wenn sein Manuskript zu einem Verkaufserfolg wird? Wie sieht es dann mit einer Beteiligung an den Gewinn aus, die der Verleger mit dem Buch macht? Was ist mit Bildern, die man verkauft, die dann zum Beispiel als Titelbilder von Zeitschriften mit Massenauflage erscheinen? Kreative können in Deutschland durch Abschluß von Wahrnehmungsverträgen mit den jeweiligen Verwertungsgesellschaften Tantiemen aus der Zweitverwertung erhalten. Diese werden von den Gesellschaften durch die Erhebung einer Abgabe auf Drucker, Scanner und Kopierer sowie von Fernsehsendern, Verlagen etc. erwirtschaftet. Nach Abzug eines Teil zur Deckung von Verwaltungskosten verbleibt den Verwertungsgesellschaften ein großer Betrag im Topf, der unter allen Urhebern, die ihre Ansprüche geltend machen, aufgeteilt wird. Im Einzelnen gibt es folgende Verwertungsgesellschaften, die für Blogger und Webdesigner interessant sein könnten:
  • VG Wort Die Verwertungsgesellschaft Wort verteilt Tantiemen aus der Zweitverwertung an Autoren, Journalisten und auch an Blogger, die ihre Wortbeiträge ausschließlich im Internet publizieren.
  • VG Bild-Kunst Die in Bonn ansäßige Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst verwaltet und verteilt Einnahmen aus der Zweitverwertung von Bildern und Kunstwerken, auch solchen die in Print und im Internet verwendet werden. Hierunter fallen unter anderem Fotos, die zur Illustration von Websites verwendet werden, Grafiken sowie CD-Covers und Booklets.
Webdesigner und Grafiker haben demnach eine weitere Einnahmequelle, um die sie sich allerdings selbst kümmern müssen, indem sie die Nutzung ihrer Werke bei den jeweiligen Verwertungsgesellschaften einzeln anmelden.