Bilder bei der VG Bild-Kunst melden

Bilder bei der VG Bild-Kunst melden

Jeder bildnerisch-tätige Kreative hat Anspruch darauf, dass die Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst seine Rechte wahrnimmt. Der Abschluß des Wahrnehmungsvertrages mit der VG Bild-Kunst ist kinderleicht, allerdings fangen dann erst die Probleme an. Theoretisch hat jeder Künstler, der einen Wahrnehmungsvertrag mit der Verwertungsgesellschaft abgeschlossen hat, Anspruch auf einen Anteil der jährlichen Ausschüttung der eingenommenen Gelder. Um den Anteil jedes Mitgliedes genau berechnen zu können, gehört es zu den Aufgaben des Mitgliedes, der Verwertungsgesellschaft die Nutzungen mitzuteilen. Im Klartext: wir Künstler müssen der VG Bild-Kunst, wo genau unsere Bilder abgedruckt bzw. online erschienen sind, damit wir Ausschüttungsgelder dafür erhalten.
Website www.bildkunst.de

Website www.bildkunst.de

Die Meldung ist verglichen mit der VG Wort relativ einfach, aber dennoch mit viel Arbeit verbunden, weil man nämlich jedes Vorkommnis melden muss. Wenn man als Grafiker beispielsweise ein CD-Cover inklusive Abbildungen gestaltet hat, dann meldet man über das Online-Portal der VG Bild-Kunst, die Nutzung der Bilder außen am Cover und innen Booklet. Allerdings wird die CD erfahrungsgemäß auch online vermarktet, also erscheinen Abbildungen des von einem selbst gestalteten Covers bei iTunes, Amazon, Musicload etc. im Netz. Und es obliegt dem Künstler, jede einzelne URL, unter der die CD abgebildet ist, zu melden. Das kann richtig in Arbeit ausarten, lohnt sich aber unterm Strich. Wer viel in dieser Richtung gestaltet, kann durch einen Tag Arbeit, den er zusätzlich investiert, um alle URLs zu melden, eine freudige Überraschung verbuchen, wenn die Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst kurz vor Jahresende die Ausschüttungen für das Vorjahr verteilt.
Anmeldung bei www.bildkunst.de

Anmeldung bei www.bildkunst.de

Um online zu melden muss man zunächst neben einer Urhebernummer der VG Bild-Kunst auch ein Passwort haben, welches man auf Wunsch zugemailt bekommt. Ich habe meine bereits seit einigen Jahren und weiß nicht mehr genau, wie ich sie damals bekam. Nun meldet man sich unter Online-Meldungen / Für Urheber an und gelangt auf eine schlichte Seite, auf der alle Optionen aufgezählt sind. Die Seite ist in zwei Bereiche aufgeteilt: oben stehen unter der Überschrift Online Meldung stehende Bilder die Möglichkeiten, die man hat, um neu zu melden, unten kann man die bereits gemeldeten Bilder abfragen. Wenn man sich zum ersten Mal einloggt, dann wird in diesem Bereich natürlich noch nichts gelistet sein. Um zu melden, klickt man nun auf den entsprechenden Punkt in der Liste:
  • Honorare Hier gehören alle Honorare hin, die man im Laufe des Jahres aus der Veröffentlichung der Werke in Zeitschriften erhalten hat, von Fernsehanstalten, die z.B. über Ausstellungen berichtet haben oder durch Publikation im redaktionellen oder Werbeteil einer Zeitung.
  • Bücher Unter diesem Eintrag können alle Bilder gemeldet werden, die in Büchern veröffentlicht wurden. Ob nun als Illustration in einem Sachbuch, als Bild im Kinderbuch oder auch alle Bilder eines Bildbandes.
  • Digitale Medien Ende 2011 sind dort noch zwei Einträge vorhanden, für Meldungen bis 2010 und Meldungen ab 2011. Man kann davon ausgehen, dass die Meldekarte für 2010 bald verschwinden wird, und nur noch mit der Meldung für Veröffentlichungen bis 2011 gearbeitet werden wird. Dies ist der richtige Unterpunkt für alle Bilder, die man als Webdesigner melden möchte.
Meldezettel digitale Medien Bildkunst

Meldezettel digitale Medien Bildkunst

Auf dem nebenstehenden Bild sieht man, wo man als Webdesigner Einträge zu machen hat, um die Nutzung der eigenen Bilder, Kunstwerke, Photos und Grafiken online bei der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst zu melden.