Willkommen hier unten!

Willkommen hier unten!

Tja, ganz neue Zeiten brechen für mich und uns alle an, die wir uns mit dem FC St. Pauli identifizieren oder zumindest mit ihm sympathisieren. Pauli ist in der Regionalliga angekommen. Nach einem langen und weiten Fall aus der unteren Tabellenregion der ersten Fußball-Bundesliga quer durch die zweite Liga sind sie jetzt in der Regionalliga angekommen, der dritten Klasse. Lustig war’s, der Auftakt der Regionalliga beim Auswärtsspiel von St. Pauli bei der SG Wattenscheid 09. Viele Leute mit bunten Haaren und farbigen Gedanken, auf der anderen Seite Fans mit Ruhrpott-Lokalkolorit, und in der Mitte die Mannschaft mit den grünen Trikots und den Schlagstöcken, denen noch niemand gesagt hat, daß St. Pauli-Fans eigentlich immer recht friedlich sind. Man kam sich irgendwie schon einigermaßen bedroht vor. (Das die sich bei den Temperaturen nicht tot geschwitzt haben…) Doch Schwamm drüber. Während zur gleichen Zeit Eintracht Frankfurt beim Auftaktspiel der ersten Liga eine Lektion im Fußballspielen vom amtierenden Meister bekam, schafften es die Kiezkicker in letzter Minute doch noch irgendwie zum Ausgleich zu kommen. Auf der Rückfahrt haben wir noch über dies und das sinniert, über das Auf und Ab und wie es einen Einfluß auf unser Leben hat, daß man eben nicht aufgeben darf, auch wenn die Umstände total gegen einen sind, wenn man den Mut verliert, wenn man nicht an sich glaubt. Na und, dann sind sie eben abgestiegen. Dann steigen sie eben irgendwann mal wieder auf. Und? Es werden auch wieder Erstliga-Spiele kommen. Bei unserem kurzen Boxenstop auf der sommerlich bevölkerten Kölner Domplatte konnte man am Dom sehen, daß man für ein großes Ziel manchmal eben etwas länger braucht. Und? Sehr schönes Gebäude, viele Touristen, aber eben auch 800 Jahre Bauzeit. In diesem Sinne, mal sehen wie lange der FC St. Pauli braucht, um wieder nach oben zu kommen. Hoffentlich nicht so lang wie die Offenbacher Kickers, die es schon seit Anfang der siebziger Jahre probieren 😉