Wer hat dieses Wetter bestellt?

Wer hat dieses Wetter bestellt?

Da steh‘ ich also am Fenster und schaue heraus und was seh‘ ich? Regen, und ziemlich genau nichts außer regen. es ist wie beim Film Forrest Gump. „Es regnet große Tropfen, kleine Tropfen, es regnet von vorne, von hinten, und manchmal da scheint es, als kämen die Tropfen von unten.“ Mal unter uns: das Wetter in Irland, wo ich zwischen den Jahren mit meiner Freundin im Urlaub war, war noch besser als diese Dauersoße. Und die Landschaft war auch hübscher. Immer nur feucht und kalt, wie soll denn da Hoffnung für das neue Jahr aufkeimen? Ich weiß es auch nicht. Aber es passiert langsam etwas. An allen Fronten bewegt sich ein kleines Stück, sodaß alle Bewegungen zusammen genommen irgendwann ein Erdbeben werden dürften. Zum Beispiel mein Designerverband: ich beantrage die Stundung und die buchen trotzdem ab, obwohl ich die Einzugsermächtigung gekündigt hatte. Überhaupt – ein geiler Begriff: EinzugsERMÄCHTIGUNG! Ich kannte dieses Wort bislang nur in einem anderen Kontext, aber das tut jetzt nichts zur Sache. Die buchen also ab und jetzt werden mein Verband und ich bald miteinander reden müssen und die Diskussion wird mit Sicherheit nicht sehr lustig. Sie könnte andererseits aber einem Erdbeben ähneln. Oder aber meine WG: kaum habe ich mich vom Umzug erholt kündigt die Wohnungsgesellschaft umfangreichste Baumaßnahmen an und meine Mitbewohnerin will, daß wir wieder ausziehen, zumindest aber für die Dauer der Arbeiten. Das wäre dann der zweite Umzug in nicht mal einem halben Jahr, das kann ich nicht, das will ich auch nicht. Wenn aber die Bauarbeiter loslegen, dann wird sehr wahrscheinlich bei uns die Erde beben. Also schau ich aus dem Fenster, um zu gucken, was ich tun soll und was seh‘ ich? Regen. In diesem Sinne, ich laß‘ es derweil mal platschen… bis es bebt.