Unter diesen Umständen

Unter diesen Umständen

Das ist ja wohl der Hammer! Irgendeiner bei uns in der Firma schickt Unmengen an Werbe-Emails mit zweieinhalb Megabyte Anhängen an alle möglichen Kunden heraus, und weil bei uns der Email-Server an der gleichen Leitung hängt wie der Zugang zum Netz, heißt das für mich als Web-Entwickler, daß meine Arbeitsfähigkeit während des Sendens dieser Mails gleich Null ist. Und der Hit an dieser Sache ist, daß ich mein Lebensglück darauf verwetten würde, daß nicht einmal 10 % dieser Mails tatsächlich gelesen werden. Und damit andere, mir unbekannte Leute, irgendwo auf der anderen Seite der Kundentheke eine Email nicht lesen, wird meine Produktivität ins Bodenlose gesenkt. Manchmal kann ich mir wirklich nur an den Kopf greifen. Und wenn ich dann in der Zeitung lese, daß es der Wirtschaft ja oh so schlecht ginge und daß die Leute mehr arbeiten sollten, dann denke ich an Tage wie diese zurück und weiß dann insgeheim, daß es – wie immer – nicht an mir liegt, ich aber hinterher trotzdem die Schuld in die Schuhe geschoben bekomme. So, ich muß jetzt wieder in die Ecke zurück, um über meine bösen Taten nachzudenken. In diesem Sinne…