So sind die Deutschen

So sind die Deutschen

Irgendwann am Nachmittag, es regnet, du hast keine Lust mehr zu arbeiten, hast Hunger und willst nur nach Hause. Ob da jetzt jemand auf dich wartet oder nicht ist egal. Allerdings steht zwischen dir und deiner Heimkehr noch ein mehr oder weniger kurzes Stückchen Autobahn, Und genau das wird dein Verhängnis sein. Du fährst auf die Bahn und schon wenige Meter hinter der Stelle, ab der man nun wirklich nicht mehr ungestraft umdrehen kann, erblickst du den Stau. Es dämmert und vor dir siehst du all diese Lichter. Als ob plötzlich Weihnachten wäre. Alle stehen hier rum. Nach einigem verzweifeltem Herumdrehen am Radio und der Einsicht, daß heute außer schlechter Musik und immer deprimierenden Verkehrsmeldungen nichts kommen wird, drehst du das Radio aus. Es geht zwar voran, doch immer nur ein paar Meter. Jetzt hast du schon die Rostflecken auf den Kilometer-Schildern gezählt und du bist immer noch nicht dran vorbei. Und dann taucht vor dir der Höhepunkt des Staus auf. Du siehst, daß die anderen Autos ab einem gewissen Punkt alle wieder „normal“ fahren und schöpfst wieder Hoffnung. Und während du an dieser Stelle vorbeifährst, überkommt dich die Gewißheit, daß der einzige Grund weshalb du nicht zügig nach Hause konntest der war, daß die Idioten in der Schlange vor dir alle schauen wollten, ob man irgend welche ekligen Details vom Unfall auf der Gegenfahrbahn erkennen kann. Tja, so sind sie, die Deutschen! In diesem Sinne, God save the Queen