Love is a flame – Danzig’s Lucifuge

Love is a flame – Danzig’s Lucifuge

Es ist lange her, daß mich ein Album so stark beeindruckt hat. Daß die Musik und der Gitarre so gut miteinander harmoniert haben wie auf der Platte Lucifuge von Glenn Danzig. Ich hab es rauf und runter gehört, hab mir die Finger verknotet, beim Versuch die Riffs nachzuspielen. Nie was geworden. Und auch der Versuch meiner Band damals, die so treffend „Die Bänd“ hieß, ein paar ausgewählte Danzig-Songs zu spielen scheiterte am technischen Nichtkönnen von mir damals an der Klampfe. Das war uns aber egal, daß wir es nicht so spielen konnten. Hauptsache war, daß wir zumindest soviel Krach machen konnten wie die und das wir die Texte mit mindestens soviel Inbrunst singen konnten (wir hielten es wenigstens für singen) wie Glenn himself. Heute rückblickend erscheinen mir manche Texte noch sinnvoller als damals. Ich meine, damals fand ich es einfach nur geil, wenn da jemand einen auf Satanisten macht und böse guckt. Heute hingegen lese ich die Texte und interpretiere vielleicht zuviel hinein, vielleicht hab ich auch nur die Lebenserfahrung, die mann braucht, um einen Satz wie diesen zu verstehen: Love is a flame A devils thing A violent storm About to be born Just look in these eyes See all the lies All the things you see You cannot deny And this flame That burns inside If you get too close Burn you alive Just look in these eyes And see if they lie All these words I speak You cannot deny Tja, das waren noch Zeiten. Ich hab noch geraucht wie ein Schornstein, gesoffen wie ein Loch, war ein unausstehliches Arschloch und konnte mich nicht beherrschen. War nur Kraft und Zorn, aber keine Richtung und keine Ziel. Hat sich gott sei Dank viel verändert und seither warte ich drauf, daß die vier Jungs der Bänd von damals wieder mal zusammen finden und es noch ein letztes Mal krachen lassen. So wie damals 1992.