Lange verschollen

Lange verschollen

„Meine Fresse, was ist das merkwürdig in die Vergangenheit einzutauchen und die alten Bekannten wiederzusehen. Einige haben Kinder, andere sind „“nur““ verheiratet, wieder andere sind bereits einen Schritt weiter als nur bis zum Altar und haben den gemeinsamen Weg bereits wieder beendet. Im Englischen heißt das „“Memory Lane““. Besonders interessant finde ich die Tatsache, daß ich mich an so vieles nicht mehr erinnere. Aber langsam kommt alles wieder. Und vor allem komme ich auch langsam dazu, alle vermeintlich Verschollenen oder aus den Augen verlorenen wieder mal in Augenschein zu nehmen.

Es ist echt mal interessant, sich mal die anderen Leute anzusehen, und dabei festzustellen ,daß die Anderen auch nur mit Wasser gkeocht haben, auch wenn sie früher gemeint haben, sie würden es unter Champagner garnicht machen. Und manche haben sich wirklich aus der Demut heraus empor gekämpft. Hut ab vor den Einen, Glückwunsch und Willkommen zurück in der Realität den Anderen.

Wenn es mir jetzt noch gelingt, die Einen und die Anderen in ihrer Entwicklung von damals zu heute zu verstehen, dann ginge es mir besser. Allerdings habe ich ja auch arge Probleme damit zu verstehen, weshalb ich plötzlich ohne zu Murren Dinge tue, die ich noch vor einigen Jahren nie getan hätte. Und mein verduztes Gesicht ist der größte Störenfried an der Sache, die Akzeptanz der Dinge die ich noch zuvor verabscheut hatte, wie z.B. Spinat, Gemüse insgesamt, bunte Kleidung und lauter andere Dinge, die anderen Menschen normal erscheint, ist dabei eigentlich weniger die Schwierigkeit. Mir wundert daß ich mich wundere. Aber auch diese Verwunderung… ich drifte wieder ins Metaphysische.

Gute Nacht, und immer fleißig Spinat essen“