Im Zweifelsfall gegen den Angeklagten – in dubio hay falta de luz

Im Zweifelsfall gegen den Angeklagten – in dubio hay falta de luz

Was mein in komischer Weise Latein und Spanisch gleichzeitig radebrechtender Vorredner sagen wollte, ist, daß man eine Funzel braucht, um im Dunklen was zu sehen. Ohne Hell, bleibt’s dunkel. Und wenn’s dunkel ist, dann kommen einige von uns auf den einen oder anderen mehr oder weniger dummen Gedanken. Will sagen: die krummsten Hunde, die größten Verbrecher wie auch die kleinsten Ganoven, haben meistens mit kleineren Gaunereien angefangen und ihren ersten Coup mit einer superhirn-mäßigen Denkleistung gemacht. Um dann , in Laufe der Zeit, immer fahriger und unvorsichtiger zu werden. Mit der Routine kommt die Gewißheit, daß man früher oder später, bei gleichbleibender Tätigkeit, geschnappt werden wird. Auch, oder besonders weil die Tat als solche zuerst nicht unbedingt wahr genommen wurde. Irgendwann bemerkt mal jemand, daß ein paar Mark in der Kasse fehlen. Womöglich hat man sich selbst das Genick dadurch gebrochen, daß man gleich die ganze Kasse mitgenommen hat. Was ich eigentlich sagen wollte, ist daß ich jemanden im Sinn habe, dessen Hand ich in der Kasse gesehen habe, sie trägt noch die Abdrücke des Deckels, der sprunghaft zuging, gerade als sie der Schelm herausziehen wollte. Ich wollte nur gesagt haben: ich weiß wer du bist, ich weiß wo du wohnst und ich weiß, wie ich dich am Härtesten und Effektivsten treffen kann. Und ich verspreche dir: ich werde Dich treffen, ausschließlich weil ich Dich dafür drankriegen will. Mein Sinn für Gerechtigkeit eilt mir bereits seit dem dritten Schuljahr voraus. In diesem Sinne…