Der Querulant, nur ein Nörgler?

Der Querulant, nur ein Nörgler?

Der Brockhaus sagt mir, daß ein Querulant folgendes sei: Querulant der, Nörgler, rechthaberische Person.. Jetzt frage ich mich mal, ist das wirklich so schlimm, wenn man die Dinge hinterfragt und dabei auch mal die Rolle des Advocatus Diaboli einnimmt? Nörgeln gehört nunmal manchmal zum richtigen Ductus dazu, nicht wahr? Und Rechthaberei ist auch nur einen klitzkleinen Schritt vom tatsächlichen Recht bekommen entfernt, oder? Ich will hier eigentlich nur mal zum Besten geben, welcher Teufel mich geritten hat, direkt im Anschluß an die Mitgliederversammlung 2003 einen Antrag auf Neuwahl für die MV 2004 zu stellen. Quasi ein spontaner Antrag mit einen Jahr Vorlauf. Warum macht man das? Okay, zunächst: kein Teufel hat mich geritten. Mich reitet kein Teufel, grundsätzlich nicht und nie. In unserem Verband, der Allianz Deutscher Designer, schreibt sich das Wort Demokratie eher schleppend, meist gar nicht und wenn, dann auch nur auf Befehl von oben. Ich wollte das ändern. Da es bei uns keine Wahlperioden gibt, man also nach einmal Wählen ewig im Vorstand verbleiben kann, es sei denn, man wird durch eigene Motivation oder natürliche Selektion darwinistischer Art abberufen, dachte ich, es wäre an der Zeit, die Mitglieder des Verbandes mal einer Prüfung zu unterziehen. Selbstverständlich geht es mir nicht darum, meine eigenen persönlichen Ambitionen zu erfüllen, wie mein schlagzeugender Kollege aus Kiel vermutete. Ich werde schon allein aus diesem Grunde in diesem Verband für kein Amt mehr zur Verfügung stehen und verlagere mich auf Hinweisen auf Mißstände, was mißgünstige Leute gerne als Querulieren auslegen. Dann sollen sie es eben tun, mir egal. In diesem Sinne…