Zynga braucht neue Spieler zum Überleben

Zynga braucht neue Spieler zum Überleben

Die Aktie des Games-Herstelles Zynga hat in den letzten Monaten zum Tiefflug angesetzt. Kostete der Anteilsschein beim Börsengang im Winter noch 10 Dollar, so müssen Anleger heute nur noch ein Viertel des Ausgabekurses bezahlen. Kritische Analysten sehen darin ein Zeichen für das Ende des Online Spiele Booms, andere wollen darin nur eine Delle im Erfolg sehen. Doch was steckt dahinter? Mit dem kometenhaften Aufstieg von Facebook fanden auch die Spiele des Spielehersteller Zynga eine immer größere Verbreitung. Während die eine Gruppe von Facebook User eigentlich nur in Ruhe nach verschollenen oder vergessenen Kontakten schauen wollten, schickte ihnen meist die andere Gruppe unzählige Einladung zu Spielen wie Mafia Wars, Cityville oder Farmville. Das Ergebnis waren meistens gefühlte Hunderte von Posts mit weltbewegenden Nachrichten wie „Annette hat ihre Karotten geerntet“ oder „Möchtest Du neue Pflaster für Dein Krankenhaus kaufen?“. Nachrichten, die kein Mensch gebraucht hat und die einem nur den Nachrichteneingang zugepflastert haben. Mit der Einführung der Chronik in Facebook wurde dem zwar zum Glück ein Riegel vorgeschoben, es offenbarte aber die größte Schwäche von Zynga. An Facebook als Huptplattform festzuhalten bedeutet in den Boomjahren einen gleichermaßen starken Aufstieg wie Facebook, es heißt aber auch, dass nun, wo viele Facebook User die mobile Variante benutzen, sie nun nicht mehr so viel spielen. Das wiederum heißt nun auch für Zynga, daß sie weniger Spieler haben und nun einfach weniger Kunden haben. Der Vorteil wenn Zynga tatsächlich den Bach herunter geht ist, dass wir dann hoffentlich nie wieder diese Nachrichten mit den leidigen Karotten bekommen werden und mit Sicherheit auch nie wieder Einladung zu irgendwelchen Spielen. Man kennt zwar Leute die solche Spiele spielen, aber wer macht das denn wirklich den ganzen Tag? Wo ich gerade drüber nachdenke: wie finanziert sich so ein Unternehmen?