Bye Bye Facebook

Bye Bye Facebook

Wer hätte jemals gedacht, dass eine Seite, die so harmlos daher kommt, so unbeholfen schlicht gestaltet, ein solches Gefahrenpotential ausstrahlen würde. Aber es ist wie es ist, Facebook macht süchtig und ist obendrein noch gefährlich. Und deshalb bin ich jetzt raus.

Wann ich genau von Wer kennt wen? zu Facebook abgewandert bin, weiß ich nicht mehr so genau. Muss wohl so 2008 rum gewesen sein. Ich hatte vorher schon Profile auf beiden Portalen und bin dann zu FB gewechselt. Auf jeden Fall hat es mich schon ziemlich in seinen Bann gezogen. Man war mittendrin in der sogenannten Community, konnte sich mit Bekannten und weniger Bekannten über wichtige Dinge „unterhalten“, konnte sehen was die Facebook-Freunde gestern oder heute serviert bekommen haben, kannte die Gewohnheiten der Katzen aller „Freunde“ bestens. Aber irgendwie war man ja auch gefangen.

Denn irgendwie blieb ja auch die Frage, ob man diese Flut an relativ unnützem Wissen, das auch noch ziemlich überflüssig war, ob man das also wirklich braucht?

Ich habe lange gebraucht und zugegeben auch einige Hilfe von Außen gebraucht, aber nun bin ich so weit: ich brauche es nicht mehr. Ich bin raus. Bye bye Facebook! Ich werde ohne Katzenvideos leben lernen, ohne den inneren Drang, mir Eiswasser über den Kopf zu schütten und mich dabei zu filmen, wenn es die Anderen auch tun. Ja, ich weiß, irgendwas wird mir dann möglicherweise auch fehlen. Aber auch das werde ich überleben. Ich habe nämlich dann vielleicht auch wieder ein Auge offen für das reale Leben da draußen, für reale Gespräche mit echten Menschen, und für den Moment. Für Essen das serviert wird, und verspeist ohne vorher für die Nachwelt und noch viel wichtiger für die Facebook-Freunde dokumentiert.

Es war schön, aber jetzt muss ich weiter.