Adieu Xing und WKW!

Adieu Xing und WKW!

Nach meinem Post Aus Facebook, Xing und Co. aussteigen habe ich noch eine Weile über das nachgedacht, was ich da genau gepostet habe und dann hats „Klick!“ gemacht. Darauf hin habe ich meinen ohnehin brachliegenden Xing-Account, der in den vergangenen Jahren keinerlei Mehrwert gebracht hat, gelöscht. Wie ich das genau gemacht habe, habe ich mir auf der Seite www.ausgestiegen.com abgeguckt. Eine genaue Anleitung kam allerdings auch per Mail von Xing selbst, die ich hier mal mitliefern möchte: Möchten Sie Ihre Basis Mitgliedschaft vollständig beenden oder widerrufen? Um dies durchzuführen, gehen Sie bitte wie folgt vor: 1. Loggen Sie sich bei www.xing.com ein, da die Löschung über den untenstehenden Link nur im eingeloggten Zustand funktioniert 2. Klicken Sie dann bitte in dieser E-Mail auf den folgenden Link http://www.xing.com/app/help?op=show;id=185 3. Sie gelangen dann auf eine Seite in unserer Hilfe „Rücktritt von der kostenlosen Basis-Mitgliedschaft“. Bitte klicken Sie dort auf den angegebenen Cancel-Link 4. Auf der nachfolgenden Seite klicken Sie bitte im linken unteren Bereich auf den Button „Weiter“ 5. Im letzten Schritt fragen wir Sie nach dem Grund für die Löschung. Nach Eingabe Ihres Passwortes klicken Sie dann links unten auf den Button „Profil löschen“ Jetzt stellt sich vielleicht einer die Frage, wieso ich diesen Account gelöscht habe. Xing hat diese Eigenart, dass sie das direkte Kontaktieren von Mitgliedern als Premium-Eigenschaft eingestuft haben, sodass man zwar viele Leute finden kann, mit diesen aber nicht ohne weiteres in Kontakt treten kann. Wenn man das als Xing-Mitglied vorher weiss, kann man die erste Kontaktaufnahme-Email behalten, weil auf die kann man immer antworten Auch als nicht zahlendes Mitglied. Das wurde mir dann aber zu dumm. Vor gut zwei Jahren bin ich dann also einen Schritt weiter auf Xing zugegangen und habe mir für 30 Euro eine Premium-Mitgliedschaft geleistet. Die ging drei Monate und brachte geschäftlich überhaupt nichts. Welchen immateriellen Wert diese drei Premium-Monate für mein Renomée hatten, kann ich nicht sagen. Aber rein gefühlsmäßig kam es mir vor, als habe ich nicht profitiert. Also lag der Account wieder brach. Welchen Eindruck hinterlassen aber solche Profil-Leichen bei Leuten, die gezielt Informationen über einen selbst suchen und dabei auf ein solches Profil geraten? Was ist wenn man sich im Überschwang nacheinander überall angemeldet hat, jetzt aber nur noch eins der angelegten Profile regelmäßig aktualisiert? Ich weiß, dass ich mir da zwar denken würde, dass derjenige sich wahrscheinlich nur noch auf ein soziales Medium konzentriert – vor allem wenn man bei der weiteren Recherche aktuellere Infos bekommt – würde mich aber trotzdem wundern. Das Problem aber ist, dass die meisten Suchanfragen keinen zweiten Versuch bekommen. Wenn ich sich jemand für Anbieter X interessiert und z.B. bei Xing nur uralte Angaben vorfindet, was wird der Kunde dann wohl über die Arbeitsweise desjenigen denken? Die Konsequenz daraus wird höchstwahrscheinlich sein, dass der Interessent abwandert und sich jemand anderes sucht. Das bedeutet jetzt natürlich nicht, dass man auf Biegen und Brechen versuchen soll, alle sozialen Medien gleichzeitig mit aktuellem Content und immer frischen Statusmeldungen zu füllen. Was es in letzter Konsequenz bedeutet, ist der Rückzug aus Plattformen, die man nicht mehr braucht. Ich habe Xing schon früher nicht wirklich gebraucht, konnte ihm auch als Premium-Mitglied keinen Vorteil abringen und bin deshalb jetzt weg. Bei wer-kennt-wen.de habe ich meine Frau kennengelernt. Besser kanns nicht werden. Und weil man eine Tür zumachen soll nachdem man hindurch gegangen ist habe ich auch da meinen Account gelöscht. Myspace war angeblich mal die Plattform für Bands und Musiker. Ich habe aber außer unzähligen Thanks for the Add-Buttons keinen Nutzen aus dem Profil gezogen. Auftritte: Fehlanzeige. Also nichts wie weg damit. Bleibt noch Facebook, der blaue Zeitfresser, auf dem man von Leuten, die man meist kaum wirklich kennt und die trotzdem Freunde heißen, über Dinge informiert wird, die einen eigentlich nicht interessieren. Dafür muß einem die Zeit einfach zu schade sein. Ich lege deshalb mein Facebook-Profil mal auf Eis, um zu sehen, ob sich bei mir erwas dadurch verändert. Als Blogger lasse ich meine Blog-Posts automatisiert bei Twitter erscheinen, um möglichst viele Leute zu erreichen Die Beschränkung auf 140 Zeichen ist mir aber für „richtige“ Kommunikation zu wenig. Und noch ein Profil ist einfach zu viel. Wahrscheinlich lasse ich das einfach automatisch weiterlaufen. Ich bin kein Feind von Social Media, aber es artet ja schon in Streß aus, wenn man auf jeder Hochzeit tanzen will. Vom wirklichen Nutzen für Privatleute mal abgesehen, müssen Selbständige abschätzen, ob sich der Aufwand lohnt, mehrere Profile regelmäßig zu aktualisieren.