Gratis Content durch Web 2.0?

Gratis Content durch Web 2.0?

Was ist besser als selber machen? Andere machen lassen. Und was ist noch besser als das? Wenn andere für ein einen arbeiten und man dabei auch noch an deren Arbeit mitverdient. Das klingt zwar wie ein Hohelied auf die Abzocke, beschreibt aber relativ klar die Funktionsweise mancher Bereiche im Web 2.0. Der Social Media-Platzhirsch Facebook ist eben erst an die Börse gegangen und wucherte dabei besonders intensiv mit seinen gut 800 Millionen Usern weltweit. Abgesehen von einigen Netzwerk-Profis dürften die allermeisten von diesen Usern Privatleute sein. Privatleute wie du und ich, die in ihrer Freizeit nichts besseres zu tun haben, als ihrem Facebook-Freundeskreis mitzuteilen, dass die Plätzchen, die sie nach Omas Rezept gebacken haben, besonders lecker waren. Oder dass sie sich den neuesten Hollywood-Film im Super-Duper Cineplex Kino angeschaut haben und wie toll der war. Und all das machen diese Leute aus freien Stücken. Und vollkommen ohne Bezahlung. Es sieht also so aus, als sei das größte Kapital, das Social Media wie Facebook oder Twitter haben, der Gratis-Nachschub an frischem Input: Leute die einen Rohstoff nachliefern, der viel ausmacht und teuer in der Anschaffung ist: Content. Wie teuer dieser Rohstoff sein kann, sieht man an verschiedenen Faktoren: Auf einigen Seiten werden Schreibaufträge ausgeschrieben, wo Autoren und Blogger gegen Geld Artikel zu bestimmten Themen schreiben und veröffentlichen sollen. Früher war Pressearbeit noch etwas sehr Spezialisiertes, aber heute, wo die vermeintlich „neuen“ Medien seit gut 15 Jahren eine Revolution nach der anderen lostreten, ist das anders. Der Rohstoff ist nach wie vor begeht, weil jede Seite danach giert, bei Google besser gelistet zu sein, als die Seite des Mitbewerbers. Dies geht aber nur dann richtig gut, wenn man unique content hat, also Textbeiträge, die es nur auf dieser Seite gibt. Das soll ausschließen, daß man den gleichen Text hundertfach publiziert, um den Google-Spidern vorzugaukeln, die Keywords würden besonders häufig benutzt. Was können wir Blogger also tun, um unsere Arbeit mehr schätzen zu lassen und weniger beliebig aussehen zu lassen? Mehr Blogs heißt ja fast auch mehr Blogger. Und wo mehr Leute die gleiche Arbeit tun müssen zwangsläufig nach unsere Marktlehre die Preise sinken, und / oder die Qualität. Ich frage mal in die Blogger-Runde: Wieviel sollte Content wert sein? Gratis Content durch das Web 2.0? Wer bei dieser Blogparade mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen, seinen Beitrag zu dem Thema mit einem Link zu dieser Seite http://www.toalster.de/archives/8744 zu versehen. Sollte der Pingback nicht funktionieren, wird das  natürlich nachgereicht.