Labyrinth im vermeintlichen Frühling

Labyrinth im vermeintlichen Frühling

Draußen ist das Wetter eher zum Heulen. Es ist Herbst hat meine Schwägerin gestern gesagt, nicht Frühling. Und während der Regen an mein Fenster prasselt und ich versuche, dieses Content Management System anzupassen, höre ich gerade ne uralte CD, die ich mir vor einigen Jahren bei Ebay ersteigert habe. Schwarz auf weiß von Spliff. Meiner Meinung nach eine Band, die vollkommen unterbewertet wurde und im Zuge des ganzen Neue Deutsche Welle-Spuks mitgespült und unter Wert verkauft wurde. Nur weil sie eben deutsch sangen sie gleich unter NDW mitzuschleifen wird der Musik nicht gerecht. Egal. Ich hab mich mal wieder in dieses Lied namens Labyrinth verliebt, oder sagen wir lieber verhört.
Und wieder stehtst du auf dem Bahnsteig mit einem Koffer in der Hand, du weißt, nur wenn du unterwegs bist, wirst du nicht erkannt, und davor hast du Angst, kennst jeden Baum und jede Straße, und jeden Spruch an jeder Wand. Du willst laufen wie ein Kind im Wind und dahin kommen, wo wir alle schon so lange sind ins Labyrinth.
Trifft irgendwie auf die meisten von uns zu, oder? Besonders die Metapher mit dem Bahnhof ist gut, zeigt sie doch daß die meisten Menschen einen triftigen Grund haben, vor irgendwas oder irgendwem zu flüchten, oder von irgendwas weggehen zu wollen. Vergangenheit, Zukunft, Gegenwart… Ich geh schon mal den Bindfaden holen, um mich nicht weiter zu verlaufen.