Dienstleistung heißt dienen und leisten

Dienstleistung heißt dienen und leisten

20130124-183211.jpgEines der größten Mißverständnisse, unter dem viele Selbständige leiden, ist die Fehlinterpretation des Begriffs Dienstleistung. Viele scheinen zu glauben, dass mit der Selbständigkeit auch die Kunden kommen und auch bleiben. Das muss aber nicht so sein. Kunden kaufen nur unter bestimmten Voraussetzungen: * Sie brauchen das Produkt oder die Dienstleistung, oder: * Sie mögen den Anbieter und kaufen gerne dort. Wenn man in der glücklichen Situation ist, dass die Kunden gerne bei einem kaufen, dann hat man es so ziemlich geschafft. Die weitaus meisten Grafiker und Designer teilen das Schicksal, dass sie einer von vielen sind und mit den anderen konkurrieren. Wenn man sich nicht über den Stil oder die Persönlichkeit absetzt, gibt es verschiedene Faktoren, die darüber entscheiden, ob ein unentschlossener Kunde ausgerechnet zu diesem Anbieter geht und nicht zu jenem.
  • man ist der einzige Anbieter dieser speziellen Leistung -in den meisten Fällen dürfte das bei Grafikern und Designern nicht zutreffen.
  • der Kunde vertraut einem, weil er sich gut beraten fühlt. Dies setzt ein großes Maß an Fachkompetenz voraus, denn nur wer die Materie versteht, kann auch kompetent beraten.
  • der Kunde bekommt die Erfüllung seiner Vorgaben zugesichert. Hierzu zählen die bei Grafikern und Designern besonders beliebten Über Nacht-Aufträge, wenn der Kunde um kurz vor neun Uhr abends komplizierte Änderungen für den darauffolgenden Morgen ansagt.
Diesen drei Situationen ist gemein, dass sie dem Grafiker und/ odr Designer viel Arbeit abverlangen. Wer der einzige Anbieter einer Leistung sein will (etwa eines Malstils oder einer speziellen Technik), der muss sie zunächst entwickeln. Um eine ausreichende fachliche Kompetenz tu erlangen, muss sich der Grafikerdurch viele Fachbücher arbeiten und viele Extraschichten am Computer schieben, um alle Funktionen seiner Grafikprogramme zu kennen. Wer seinen Kunden meint nur auf die Art halten zu können, dass er Korrekturen und Unmögliches über Nacht, hat von vorn herein viel Arbeit vor sich. Das Problem bei dieser Darstellung ist aber, dass Grafiker und Designer eine Dienstleistung erbringen. Sie dienen und leisten etwas. Es zeigt die Art wie man sich selbst sieht, welches Verhalten die Kunden im Umgang mit einem an den Tag legen. Ein Kunde der versucht einen im Preis zu drücken, tut das entweder weil er kaufmännisch und versucht, die Leistung zu einem möglichst günstigen Preis zu bekommen. Es kann aber auch sein, dass der Kunde der Arbeit keinen besonders hohen Stellenwert zumisst. Und diese Geringschätzung durch Feilschen zum Ausdruck bringt. Wie man es also auch macht, man ist auf den Kunden und sein Wohlwollen angewiesen und sollte stets versuchen, den Kunden in einer der oben genannten Arten an sich zu binden, um auch weiterhin von ihm und seinen aufträgen profitieren zu können. Entweder ist man der einzige Anbieter, was man aber in der Regel nicht ist, oder man ist der freundlichste Anbieter. Der Anbieter, den man gerne beauftragt, weil es für die Kundfen eine Freude ist, mit einem zu arbeiten. Das sind nämlich meist auch diejenigen, die von den Kunden weiter empfohlen werden.