Das Hobby zum Beruf machen?

Das Hobby zum Beruf machen?

Bloggerkollege Peer Wandinger fragte neulich in seinem Blog Sollte man sein Hobby zum Beruf machen? Gute Frage. Er listet in seinem Artikel ein paar offensichtliche Gründe auf, wieso es besser sein kann, wenn man sich mit seinem Hobby selbständig macht. Einer ist natürlich eine der Hauptgründe für die Selbständigkeit an sich, nämlich das Selber Chef-sein. Das darf aber nicht der einzige Grund bleiben, um sich selbständig zu machen, und schon garnicht mit etwas, was man gerne als Hobby verfolgt. Der Grund hierfür liegt meiner Meinung nach darin, daß wie auch Peer schreibt, wenn man sein Hobby zum Beruf macht, ist  es ab dann nur noch ein Beruf. Und ist kein Hobby mehr. Man müßte sich danach ein neues Hobby suchen. Wie er habe ich mich vor Jahren mit meinem Hobby, der Erstellung von Webseiten und dem Herumprobieren mit neuen Technologien, die heute natürlich Gang und Gäbe sind, selbständig gemacht und versucht, im Haifischbecken mitzumischen. Ich hätte aber auch Schriftsteller werden können, um dann – sagen wir – Garten Tipps zu veröffentlichen. Es ist einfach irgendwie passiert. Nachdem ich Anfang 2001 aus der Elternzeit kam, wenn auch nur durch Trennung von meiner damaligen Frau, mußte ich mir relativ schnell überlegen, wie ich Geld verdienen könnte, also beschloss ich mich wieder selbständig zu machen, was allerdings nicht so leicht war. Wenn man keine Kunden hat, muß man sich welche suchen. Wenn man keine Ahnung hat, wie man z.B. eine Steuererklärung ausfüllt und kein Geld übrig für einen Steuerberater, muß man sich die Kenntnisse halt selbst erarbeiten. Wie der Volksmund so treffend sagt, ist die Definition von Selbständig, dass man selbst arbeitet, und zwar ständig. In dieser Zeit entwickelte sich das, was vorher noch mein Hobby war, also die Beschäftigung mit Internet-Technologien, das Basteln mit Datenbanken und wie man sie anzapft, wie man modernes Internet-Design selber macht und vieles mehr, das alles wurde zum Beruf. Und wie das mit Berufen ist, wenn man seine tägliche Arbeitszeit abgeliefert hat, freut man sich auf den Feierabend. Nachdem mein Hobby Beruf wurde, habe ich mittlerweile ein anderes Hobby gefunden, welches ich auch tunlichst nicht für Geld machen will, um bloß nicht wieder ein Hobby zu verlieren. Ich glaube, der Trick ist wahrscheinlich der, daß man lernen muß, die Dinge voneinander zu trennen, damit einen nicht irgendwann mal der Beruf und das verlorene Hobby ankotzen. Peer schreibt weiterhin, daß einer der Gründe, die dafür sprächen, der sei, daß man mit dem Hobby ja bereits etwas hat, was einem Spaß macht. Man darf nur nicht den Spaß an der Beschäftigung verlieren, und diese Gefahr ist bei der beruflichen Ausübung ganz klar vorhanden.