Bowling for Columbine an Hitlers Geburtstag

Bowling for Columbine an Hitlers Geburtstag

Schlimm genug, dass diese Mörder schon vor zehn Jahren soviel Sendezeit bekamen. Schlimm vor allem, weil sie 12 Menschen töteten, um die mediale Präsenz zu bekommen, die sie letztlich posthum bekamen. Plötzlich nahm sie jeder wahr, alle, die sie vorher noch ausgelacht oder für Spinner gehalten hatten. Auf ein Mal hatten sie all die Aufmerksamkeit, die sie wollten. Der Rest der Geschichte ist bekannt: Michael Moore bekommt einen Oscar für seine Doku über das Massaker, bekommt allerdings bei seiner Dankesrede das Mikro abgedreht. Charlton Heston alzheimert sich darin zu seinem bekannten Satz „Out of my cold dead hands“, und hält sich womöglich jetzt noch, gut ein Jahr nach seinem Tod, noch immer an seiner Knarre fest. Ein paar Nachahmer klauen auch noch Papis Waffen und ballern sich als Real Life Ego Shooter durch ihre Bildungsanstalten, Blut fließt all überall. Vor lauter Betroffenheit vergisst man schon fast, dass heute eigentlich eines weitaus größeren Monsters gedacht werden sollte. Mit mehr Toten als die Jungs von der Columbine High School, mal genommen mit der Anzahl der Toten von Winnenden plus Emsdetten… Ist eigentlich noch relevant, dass heute der Tag ist, den man früher Führers Geburtstag nannte, und den man heute am liebsten tot schweigen würde? Was mir auffällt, ist, dass noch keiner auf die Idee gekommen zu sein scheint, dass es möglicherweise eine Parallele zwischen den Bekloppten Killern in der Schule und dem Wahnsinnigen aus Braunau am Inn geben könnte. Und dass die Columbine Attentäter ihren Blutdurst ausgerechnet an diesem Tag stillen mussten. Ist jetzt nur so ne Vermutung. Dagegen spricht allerdings der katastrophale Bildungsstand der meisten Amis, die wahrscheinlich noch nicht mal von diesem Hilter oder wie auch immer der heißen mag, gehört haben werden…