Bloggen und Privatleben

Bloggen und Privatleben

Jede Tätigkeit, die man richtig tut, beansprucht Zeit. Je richtiger man es macht und je tiefer man taucht, umso mehr Zeit beansprucht das Ganze. Sas gilt für das Hobby genauso wie für die Arbeit. Und erst recht fürs Bloggen. Der heutige Webmasterfriday wirft deshalb die Frage, wie man Bloggen und Privatleben vereinbart. Das ist eine durchaus legitime Frage, denn je mehr man schreibt, desto mehr steigt auch der eigene Anspruch an die Qualität der eigenen Texte und die Recherche. Das bedeutet dann meistens, dass man mehr Zeit für die Bloggerei aufwendet und was als Hobx oder schlichter Zeitvertreib angefangen hat, ist dann ganz schnell zu einer nahezu Vollzeitbeschäftigung geworden. Aber wie das immer so ist, wenn man in einer Gemeinschaft die Prioritäten verschiebt, von man von Gemeinschaft auf Solo-Tour umschaltet, bleiben Spannungen nicht aus. Schreiben ist ein kreativer Prozess, der mit viel Schreibtischarbeit verbunden ist Und am besten, so wie ich finde, alleine. Es ist sehr schwer, seine Gedanken zu sammeln und gute Sätze zu formulieren, wenn um einen herum noch das Familienkeben tobt. Da aber nunmal jemand auf die Kinder aufpassen muss, oder den Abwasch erledigen, das Haus putzen, kochen, waschen, bügeln etc. heißt das, dass wenn einer zusätzlich nebenher bloggt, muss der Andere in der Gemeinschaft dessen Aufgaben mit übernehmen. Es ist abzusehen, dass nur sehr starke Paare eine solche Belastung ohne Streit durchhalten. Und auch diese Paare haben da ihre Schwierigkeiten. Ich betreibe die Bloggerei als Hobby. Ein Hobby was ab und zu auch ein wenig Geld einbringt, aber keine nennenswerten Einkünfte. Ich schreibe auf dem Weg zur Arbeit zu Themen, die mir in den Sinn kommen. Allerdings auch fast nur dort. Ich versuche die beiden Dinge, bloggen und Privatleben, so gut es geht voneinander zu trennen. Damit mich beim Bloggen nichts anderes stört und ich mich voll und ganz darauf konzentrieren kann. Und andererseits versuche ich, mich natürlich dann auch voll auf meine Familie einzulassen. Manchmal gelingt das natürlich besser als wann anders, aber man tut halt was man kann.