Einer der Hauptkritikpunkte an iPhones und Apple überhaupt ist die Tatsache, dass man an den Gebrauch des Programms iTunes gebunden ist. Die Programm ist die einzige Verbindung zwischen PC und Smartphone, mit der man Inhalte hin und her kopieren kann. Und ohne iTunes geht eigentlich garnichts. Oder kaum etwas. Zumindest ist die User Experience mit iPhone aber ohne iTunes nachhaltig eingeschränkt. Und obwohl Apples Mac OS X auf Unix basiert, gibt es iTunes nicht nativ für Unix oder Linux. Als User des Linux-Derivats Ubuntu hat mich das schon sehr geärgert. Aber es gibt da noch eine Möglichkeit, um iTunes auf Linux zu laufen zu kriegen.

Als Besitzer eines Apple iPhone ist man zwingend an die Benutzung von Apples Software, iTunes, gebunden. Ohne geht so gut wie gar nichts. Im Prinzip ist gegen die Verwendung von iTunes auch nichts zu sagen, es bietet ja schließlich alle Funktionen, die man braucht um Lieder und Fotos hin und her zu kopieren sowie um um die geladenen Apps zu sichern bzw. um ein Backup des iPhones zu erstellen. Für alle diese Funktionen rund um das Apple iPhone braucht man nunmal iTunes. Auch wenn man Linux-User ist. Allerdings gibt es keine Version von iTunes für Linux, was also tun?

Aus welchem Grund auch immer bietet Apple keine Linux-kompatible Version seiner iTunes-Software an. Das macht aber nichts, denn das heißt noch lange nicht, dass es keinen Weg gibt, um iTunes unter Linux laufen zu lassen. Es bedeutet lediglich, dass es zunächst etwas schwieriger wird.Auf About.com fand ich diese kurze Anleitung, um iTunes auch unter Linux zu betreiben.

Um iTunes auch unter Linux zu benutzen, muss man zunächst WINE installieren. Dabei handelt es sich um ein Programm, welches eine Windows-Umgebung emuliert auf der Linux dann Windows-Applikationen ausführen kann. WINE kann man kostenlos herunterladen.

Sobald die WINE-Umgebung installiert ist, sollte man nachsehen, ob die eigene Linux-Installation spezielle Unterstützung braucht, um iTunes sauber und ohne Pannen ausführen zu können. Dann lädt man sich die iTunes 32-bit Version bei Apple herunter und installiert sie unter WINE.Dies geschieht in der gleichen Art wie wenn es direkt unter Windows wäre. Wenn die Installation abgeschlossen ist, kann man bereits loslegen und iTunes unter Linux nutzen. Zwar nicht nativ, aber zumindest irgendwie. So geht iTunes unter Linux.

Die Datenschutz-Profis werden einwenden, dass alle Informationen, die man bei iTunes eingibt, in irgendeiner Weise von Apple vermarktet werden können, und dass es womöglich auch bereits geschieht, aber verkaufen nicht alle Firmen ihre Kundeninfos weiter? Facebook schneidert die Werbung auf die Profile der Benutzer und deren Freunde, Google erstellt sogar ganze Bewegungs- und Surf-Profile aus den Daten, die man durch Suchanfragen bei Google selbst und Verwendung eines Android-Smartphones übergibt.

Kategorien: Mobil

6 Kommentare

Regina Behme · 20. Februar 2016 um 22:12

Vielen Dank, habe viel gelacht. Die Wirklichkeit übersteigt jede Satire.

Pannekarl · 10. Februar 2016 um 15:23

Ich bin nicht mehr der jüngste von allen hier, und mir gefällt das ganze durcheinander mit den Systemen nicht mehr.
Ich bin von Anfang an dabei und weiß worum es gehen sollte, um Kompatibilität unter den Systemen.
Mein erster Computer war ein Schneider CpC green mit Datasette. Festplatten kannte man noch nicht.
Also erlaube ich mir einen Kommentar abzugeben.
MS ist Schrott, dann kommt sofort Apple hinterher weil es zu engstirnig denkt.
Die Zeiten sind vorbei. Ich habe mich von diesen Systemen verabschiedet, ich verkaufte sogar mein iPad2 und habe jetzt Ruhe ohne Ende.
Es läuft nur noch Ubuntu Linux für mich, alles andere ist nur Theater.

Patrick · 3. März 2015 um 08:36

Natürlich ist das eine Schande. Aber früher war es genau andersrum. Da pfiff Apple so sehr auf dem aller, allerletzten Loch, dass Microsoft sogar von einem Gericht dazu verurteilt wurde, Apple zu stützen, durch Aktienkäufe und andere flankierende Maßnahmen, damit der Mac-Hersteller überlebt. Ansonsten wäre das amerikanische Kartellamt eingeschritten. Heute dürften die Karten in etwa gleich verteilt sein, wobei Apple seine Marktmacht schon ziemlich ungezügelt auszuspielen scheint.

Fritz Niestreu · 5. Januar 2015 um 17:46

Es ist eine Schande,daß Apple indirekt Mikrosoft pusht.

Patrick · 22. November 2013 um 14:14

Hallo,
danke für das Lob.
Ja, das ist schade, dass Apple nicht in der Lage ist, ein natives iTunes für Linux Systeme bereitzustellen, vor allem deshalb weil doch das Mac OSX auf Unix aufsetzt. Da dürfte die Adaption auf Linux doch nicht allzu schierig sein. Oder man gibt den Code teilweise frei und läßt die Linux Gemeinde etwas draus machen. Aber dazu haben die Apple-Chefs wahrscheinlich viel zu viel Angst. Fragt sich nur wovor?

Bitskin · 18. November 2013 um 17:46

Erst einmal: ein toller Artikel.

Aber ich finde es sehr schade, dass ich auf meinem Mint Linux nur den Umweg über einen Windows Emulator gehen muss. Apple sollte eine natives iTunes für Linux Systeme veröffentlichen.

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