Was eine Website nicht braucht

Was eine Website nicht braucht

Im Zuge der Krise der New Economy (und auch der Old Economy) fragt man sich manchmal, ob das Internet überhaupt noch als Marketing-Instrument genutzt werden kann, ja überhaupt genutzt werden sollte. Nachdem die Goldgräber am Neuen Markt es schafften, die ganze Branche in Verruf zu ziehen, stellen sich nun endlich einige Fragen, die man vorher nicht zu fragen wagte, weil man sich nicht die Blöße geben wollte.Es ist nicht alles Gold was glänzt. Das kann ich als Entwickler im Web-Sektor getrost sagen. Nicht alles was technisch möglich ist macht auch wirklich Sinn. Erst recht nicht, wenn man nur ein kleines Unternehmen hat und eine kleine Web-Präsenz braucht. Was aber wirklich wichtig ist, sagt einem meist keiner:
  • Man braucht keine komplizierten Flash-Intros,die die Leitung der Benutzer blockieren und außer der eigenen Eitelkeit eigentlich überhaupt keinen Zweck erfüllen.
  • Man braucht auch nicht wirklich viele bunte Bildchen auf Ihrer Website. Was wirklich wichtig ist begreifen Ihre Kunden am besten mit kurzen, knappen Informationen. Es ist nämlich ein häufiger Denkfehler auf Seiten der Macher, dass sie die Intelligenz ihrer Leser und User unterschätzen.
  • Man braucht auch meist keine Agentur, die dieSeiten auf den neuesten Stand bringt,wann immer man das will. Die häufigsten Änderungen kann man sowieso weitaus schneller und leichter selber mit einer Datenbank-Lösung selber machen.
Natürlich können man all das unnötige Zeug auch bekommen. Es macht aber aber viel mehr Sinn, eine Website zu erstellen, die der Kunde nicht nur braucht, sondern die ihm auch wirklich weiterhilft. Alles andere ist nur Ego-Streicheln. Ein Content Management System macht heutzutage für die meisten Webseiten Sinn. In Zeiten von iPads und internetfähigen Smartphones sind datenbank-basierte Anwendungen keine Zauberei mehr. Mit Open Source-Lösungen, die man sich oft mit nur ein paar Klicks individualisieren kann, sind im Handumdrehen funktionale Websites möglich. Gerade bei Open Source-Software, die dezentral entwickelt wird und mit reichlich Plugins erweitert werden kann, sind die Grenzen dessen, was machbar ist, sehr weit gesteckt. Viele Funktionen, die man für schwierig zu implementieren hält, sind bereits als Plugin erhältlich. Nur für die komplizierten Dinge muß dann noch ein Spezialist geholt werden.