Usability und Benutzerfreundlichkeit beachten

Usability und Benutzerfreundlichkeit beachten

Neulich lief ich an einer Kunsthandlung vorbei, auf dessen Firmenschild der lateinische Spruche „Ars mihi Lex“ stand, „Die Kunst ist mir Gesetz“. Daraufhin begann ich darüber nachzudenken, wie es denn im Webdesign mit der Kunst aussieht, und wer sich wem unterwerfen muß. In der Online-Zeitung Mittelstandcafé werden im Artikel Modernes Webdesign soll auf den Besucher ausgerichtet sein ein paar gute Regeln angesprochen, die verdeutlichen, was Design leisten soll. Angefangen bei der Navigation muß der Benutzer gleich erfassen können, wo er sich befindet und wie er am leichtesten wieder irgendwo anders hinkommt. Dieser Punkt  wird oftmals vernachlässigt, weil er den meisten Webdesignern so überdeutlich ist, daß er schlichtweg vergessen wird. Ich habe diesen Denkfehler auch schon gemacht. Es hat dann oft etwas von „den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“. Viele Navigationsmöglichkeiten sehen toll aus und benutzen auch die allerneueste Technologie. Aber nicht alles, was „state-of-the-Art“ ist, muß auch benutzerfreundlich sein. Zum Beispiel sind Navigationen, die sich als Layer über die Seite legen, für mein Gefühl eher schwierig. Einerseits weil sie sich manchen Besuchern als „flimmernd“ darstellen und somit mehr zur Unruhe beitragen, als zur Klarheit. Und andererseits weil diese Art von Layer-Stapelei in den allermeisten Fällen mit JavaScript gemacht wird, und es mitunter Schwierigkeiten bei der korrekten Umsetzung komplexer Skripte gibt. Auch in Zeiten von jQuery, wo alle Welt auf umfassendste Bibliotheken mit freien JavaScripts zurückgreift, stürzen Rechner noch immer ab. Entweder weil die Skripte nicht zusammen passen, oder weil es in der Laufzeitumgebung des Clients zu Komplikationen kommt. Ein weiterer Punkt den es zu beachten gilt, ist der, daß ein Seitenbesucher in die Lage versetzt werden soll, möglichst mit einem Blick zu erfassen, worum es auf der Seite geht. Große Visuals, die irgendetwas Tolles symbolisieren sollen, stören dabei meiner Ansicht nach meist mehr als dass sie nutzen. Klare Headline und eine ordentliche „Erzählstruktur“ gehören hierbei natürlich auch zum guten Ton. Wenn der Leser nicht nach der Einleitung verstanden hat, was ihn in dem Text, der er gerade liest erwartet, stößt man ihn vor den Kopf – und verliert ihn dadurch. Komplexe Zahlenreihen oder Aufstellungen sollten in tabellarischer Form geschehen. Das Dogma, man dürfe in Zeiten von Cascading Style Sheets überhaupt keine Tabellen verwenden ist Unfug. Was verpönt ist, ist die Umsetzung von Webseiten mit Tables und einer Flut an zugeschnittenen Bildern. Dies macht man heute anders. Was aber in jedem Fall erlaubt ist, sind Tabellen, wenn sie z.B. auch in einem Word-Dokument verwendet werden.