Urheberrechtsschutz für Software und HTML-Code?

Urheberrechtsschutz für Software und HTML-Code?

In Zeiten, wo alle meinen, sie wüßten über das Urheberrecht Bescheid und könnten sich eine Meinung erlauben, ist Klarheit besonders wichtig: wie war das noch mal mit dem Urheberrecht? Gilt das denn auch für Software und für HTML-Code von Webseiten? Die Antwort darauf lautet kurz und knapp: ja. [aartikel]3898426068:left:toalsterde-21[/aartikel]Während die Piraten meinen, geistiges Eigentum müsste Gemeingut sein, nur weil es existiert, sieht das in Deutschland noch immer geltende Urheberrecht auch den Schutz von Programmcode vor. Wer Software programmiert, oder HTML-Code für Internetseiten, ist zunächst einmal Urheber. Denn Urheber ist immer der (oder die), welcher das Werk (juristisch handelt es sich bei einem neuerstellten Programm oder einer Website um ein Werk) erschafft. Als solcher kann der Erschaffer natürlich frei über sein Werk verfügen und bestimmen, wie es verwendet werden darf. Wer es benutzen darf und wie und ob es verändert werden darf. Dies kann der Programmierer im Rahmen einer sogenannten Nutzungsrechtsvereinbarung tun. Dabei erwirbt man dann das Recht, ein Werk zu benutzen gegen Gebühr vom Urheber. In welchem Umfang man dieses Recht eingeräumt bekommt, wird dann selbstverständlich im Einzelfall festgelegt. Schwieriger wird es allerdings, wenn der Urheber kein Einzelkämpfer ist. Also nicht jemand der allein in seinem Home Office vor dem Computer sitzt und an seinem Code herumtüftelt, sondern wenn er beispielsweise angestellt tätig und im Rahmen seiner Angestelltentätigkeit die Software programmiert. Dann ist er zwar juristisch der Erschaffer eines Werkes, aber nicht zwingend der Inhaber der Rechte. Diese Rechte stehen laut Urheberrechtsgesetz in vollem Umfang dem Arbeitgeber zu, der Programmierer darf also sein Werk nicht alleine verwerten. Die (theoretischen) Lizenzgebühren des Arbeitgebers an den Urheber sind mit dem Gehalt abgegolten. Noch komplizierter wird es, wenn man neben seiner Tätigkeit als Angestellter nach Feierabend noch an einem Porjekt arbeitet, welches man selber vertreiben möchte – ob nun gegen Bezahlung oder als Open Source Software. Hier kann es durchaus Schwierigkeit geben, wenn etwa in Frage steht, auf welchem Produktionsmittel das Schreiben stattgefunden hat. Oder ob der Programmierer während der Arbeitszeit am Code geschrieben hat. Näheres zu diesem Thema findet man bei i-rights – Wem gehören die Rechte?