Titten raus gegen Brustkrebs

Titten raus gegen Brustkrebs

Neulich bin ich beim Herumsurfen über die Seite Boobstagram gestolpert, eine Seite, die nur auf den ersten Blick etwas mit dem sonst im Netz so beliebten Exhibitionismus zu tun hat. Hie rgeht es eigentlich um die Steigerung der Wachsamkeit für Brustkrebs. Da meine Familie leider in der Vergangeheit mit dieser heimtückischen Krankheit konfrontiert wurde, möchte ich gerne etwas Werbung für diese gute Sache machen, jenseits vom Geifer tittenlüsterner Internet-Junkies oder der Gefahr, das Ganze könnte in Werbung für eine Erotikseite ausarten. Brustkrebs ist eine heimtückische Krankheit, mit einer Sterblichkeitsrate von 16 auf 100.000 Betroffene in Deutschland. Europaweit liegt der Durchschnitt weit darunter, es besteht also noch Bedarf, die allgemeine Aufmerksamkeit zu erhöhen. 20121012-085830.jpgDie Seite boobstagram lehnt sich wie man bereits an der Ähnlichkeit des Namens zu Instagram erkennen kann an ein bekanntes Vorbild an. Die URL ist eine Umleitung zu Tumblr wo man ja bekanntlich Unmengen an Photos hosten lassen kann. Und da man ja spätestens seit Aufkommen der Weisheit „Sex sells“ weiß, daß kaum etwas soviel Aufmerksamkeit erregen kann wie nackte Brüste, tun die hier genau das, was die Initiatorinnen wollten. Man(n) schaut hin. Und vielleicht ermutigen die Männer, die ihren Instinkten folgend nicht anders können als den Frauen auf die Titten zu glotzen, ihre Frauen dabei dann auch, zu den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Gynäkologen zu gehen. Es ist eine gute Idee, die jemand da in die Tat umgesetzt hat: Brustkrebs ist wie erwähnt eine heimtückische Krankheit, die wie alle unangenehmen Dinge viel zu sehr unter dem Mantel der Schüchternheit und der Angst bleibt. Dabei liegt die einzige Hoffnung, bei Vorliegen einer Erkrankung überhaupt lebendig aus der Sache herauszukommen in einer frühzeitigen Erkennung und dem rechtzeitigen Beginn einer Therapie.