Präzision von Google Suchanfragen

Präzision von Google Suchanfragen

Um mit der eigenen Domain beim Suchmaschinen-Primus gut in den Ergebnisseiten gelistet zu werden, muss man eine ungefähre Ahnung haben, was die potentiellen User selber suchen und vor allem wie sie ihre Suche formulieren. Suchen die Leute eher nach generischen Begriffen oder nach lokalen Diensten? Geht es um Auskunft zu bestimmten Sachverhalten oder um grundsätzliche Informationen? Eine gute Position bei Google ist nicht gleich einer guten Position bei Google. Manche Seiten werden nach meiner Erfahrung aus anderen Gründen höher gelistet als andere. Wenn die Dichte an relevanten Begriffen sehr hoch ist, der Informationsgehalt jedoch eher generell gehalten dann ist das nicht gleich ein Ausschlußgrund. Generelle Infoseiten, die nicht so wirklich viel Tiefgang haben, sind zwar für Manche ein Graus, aber erfüllen häufig den Zweck eines ersten Einblicks in die Materie, für all diejenigen, die noch nicht so richtig viel von einem Thema verstehen. Je mehr Ahnung man hat umso präziser dürfte dann auch die Eingabe in das Suchfeld bei Google sein. Da ist das dann wie im echten Leben. Zunächst ist die Frage eher simpel formuliert, angepasst an den eigenen Kenntnisstand, später dann wird’s immer spezieller, weil man man den Status des Anfängers verliert und auch in der Lage ist, immer komplizierter zu fragen. Beispiel: die Eingabe Plastikbindegeräte findet mit Sicherheit einige Seiten, aber wenn man sich mit der Materie besser auskennt und weiß, daß Geräte einer bestimmten Marke die preisgünstigsten am Markt sind, dann dürfte die Eingabe so aussehen: „Plastikbindegeräte“ + „Marke“.
Suchergebnis "Pizzalieferdienst Charlottenburg"

Suchergebnis "Pizzalieferdienst Charlottenburg"

Ebenso verhält es sich mit Ortsangaben. Wenn man vollkommen neu in einer Stadt ist, zum Beispiel als Besucher oder Neubürger, und sich über die örtlichen Pizzalieferdienste informieren will, dann liefert die Anfrage „Pizzalieferdienst Berlin“ eine unüberschaubare Menge an Ergebnissen. Angefangen bei der Gefahr, daß man beim Lieferdienst bestellt, der am weitesten weg ist und das Essen bis zur Lieferung kalt ist, ist eine solche Liste nicht zu bewältigen. Man muß also verfeinern. Durch die Eingabe eines Ortsteils oder in unserem Beispiel eines Stadtteils kann man die Ergebnisliste schon entsprechend ausdünnen.  „Pizzalieferdienst Charlottenburg“ bringt aber immer noch 472000 gefundene Seiten. Ähnlich sieht es aus, wenn man zum Beispiel nach „Jobangebote Essen“ oder „Ausbildung Regensburg“ sucht. Im Online-Shopping bringt einem beispielsweise eine Anfrage wie „Handy Bundle“ unglaubliche 2,3 Millionen gefundene Seiten. Da heißt es dann für die Suchmaschinenoptimierer, besonders gute Arbeit zu leisten, damit man einigermaßen sichtbar bleibt. Je beliebiger das Suchwort, desto größer die Anzahl gefundener Seiten: Sexshop bringt 32 Millionen Ergebnisse, Seitensprungagentur hingegen „nur“ 216000, und die abgewandelte Schreibweise „Seitensprung Agentur„beachtliche 598.000 Seiten