Pass auf, was Du twitterst

Das Nachrichtenmagazin Spiegel berichtet in seiner Online-Ausgabe Visum verweigert | Touristen dürfen wegen Twitter-Blödelei nicht in die USA davon, wie zwei europäische Touristen im Vorfeld einer Reise in die USA ein paar sarkastische Zeilen bei Twitter absetzen und bei ihrer Einreise davon wieder eingeholt werden.
Das Pärchen habe bereits Wochen zuvor getwittert, sie wollten “Amerika zerstören” und “Marilyn Monroe ausbuddeln”, woraufhin die Zollbeamten wohl auf die Suche nach Terror-Equipment und Schaufeln gingen.

Interessant an dieser Notiz ist weniger die Tatsache, daß die Beiden mit ihren Tweets konfrontiert wurden, sondern vielmehr dass der US-Zoll sowohl Zeit hat, bei Twitter mitzulesen als auch daß man sich die Mühe macht, Twitter-Nicknames in Echtnamen zu übersetzen und diese gewonnenen Namen mit der Liste der Einreisenden zu vergleichen. Das muß eine Arbeitsleistung von Nöten machen, bei der die Law and Order-Rufer hierzulande nur blass werden können

Es bietet sich also an, nicht nur im Hinblick auf geplante Reisen ins Ausland, bereits im Vorfeld drüber nachzudenken, was man twittert und über wen. Andere Länder nehmen es nämlich nicht allzu genau mit der freien Meinungsäußerung. Es wäre ja beispielsweise möglich, dass auch der chinesische Inlandsgeheimdienst ein Twitter-Konto hat, oder der iranische Geheimdienst, oder die Syrer. Wenn man also vorhat, ob nun aus Spaß oder im Ernst, gegen solche Länder zu agitieren, sollte man sich vorher überlegen, ob man irgendwann in der Zukunft dorthin fahren möchte.

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