Es ist wieder Freitag und wieder wirft der Webmasterfriday eine Frage in die Runde, die weniger mit dem Blogeintrag selbst zu tun hat, sondern mit den Begleitumständen: welches Radioprogramm hört der Blogger beim Schreiben? Kurz gesagt: ich höre beim Bloggen gar keine Musik. Habe ich früher gemacht, als ich noch selbständig in meinem eigenen Büro saß, aber seitdem ich abgestellt tätig bin mache ich die Musik kaum noch an. Sei es weil man Musikgeschmack zu weit außerhalb des Mainstreams ist oder weil ich mir die dummen Kommentare ersparen möchte. So genau weiß ich das eigentlich auch nicht, wieso.

Morgens nach dem aufstehen ist das anders. Bei der ersten Tasse Kaffee höre ich gerne ein bisschen Musik, gemischt mit Nachrichten und der üblichen Portion pseudo-heiterem Geplapper. Obwohl ich sagen muss, dass das Level an Oberflächlichkeit früher bei hr1 nicht ganz so schlimm wie es jetzt ist.

In der Bahn, wo fast meine gesamte Bloggerei erledige, höre ich auch keine Musik. Laut hören geht gar nicht, ohne die anderen Fahrgäste damit zu nerven. Und mit Kopfhörer, die man sich tief in die Ohren steckt, kann ich auch nichts anfangen, weil man sich da, meiner Meinung nach, innerhalb kürzester Zeit, die Reste an Gehör auch noch wegschießen kann.

PT mit Gitarre; ca. 2007

PT mit Gitarre; ca. 2007

Da ich ja nebenher als Hobby Musik mache, brauche ich die Beschallung ohnehin nicht. Wenn ich es laut haben will, gehe ich in den Proberaum und drehe auf.

Als ich noch selbständig war und alleine im Büro meiner Arbeit nachging, war das mit der Musik aber komplett anders. Da habe ich gerne mal an der Lautstärke gedreht und die halbe Wohnung mit richtig lärmigem Zeug beschallt: laut, krachig, kreischende Gitarren. Das volle Programm eben.

Man mag es kaum glauben, aber je komplizierter die Aufgabe war, umso heftiger war die Musik. Komplexe Webseiten zu den Klängen von Slayer oder Mortörhead programmieren geht tatsächlich, auch wenns natürlich keiner glaubt.

Und heute sitze ich in einem Zwei Mann-Büro, umringt von Kollegen in den Büros drum herum, und lasse nur noch am „Casual Friday“ die Musik laufen. Schade eigentlich. Aber das ist wahrscheinlich auch eines dieser Zeichen des Älter werdens. Ich glaube, ich könnte mich überhaupt nicht mehr konzentrieren, wenn „Angel of Death“ aus den Lautsprechern dröhnen würde.

Kategorien: Konzeption

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