Marlboro-Werbekampagne verboten

Marlboro-Werbekampagne verboten

Wie die Zeitungen heute melden hat das Landratsamt München die Maybe-Kampagne, mit der Philip Morris-Konzern für die Marke Marlboro wirbt, verboten. Das untermauert eigentlich nur etwas, was ich bereits seit langem erwartet hatte. image Es war für mich keine allzu große Überraschung, als ich die Schlagzeile in der FAZ: Marlboro Werbekampagne verboten las. So oder so ähnlich hatte ich das schon seit geraumer Zeit erwartet. Dass sich nämlich die Erkenntnis durchsetzt, dass Zigaretten-Werbung genau das tut was sie soll: eben Menschen dazu zu bringen, Zigaretten zu rauchen. Dabei ist es meiner Meinung such vollkommen unerheblich, ob die animierten Leute vorher schon geraucht haben oder nicht. Die Begründung des Landratsamtes München geht zwar hauptsächlich auf den Umstand ein, dass besonders Heranwachsende angesprochen werden, indem ihnen suggeriert wird, ihnen stünden viel mehr Möglichkeiten offen, wenn sie sich ’ne Marlboro ansteckten. Aber das Verbot hat noch weitaus bessere Auswirkungen. Die Zigaretten-Industrie pumpt seit Jahren Unmengen an Geld in die Werbung, um das negative Image, das ihr Produkt nunmal hat, irgendwie ins positive zu drehen. Angriffen seitens der Behörden, dass die Werbung gezielt die Jugend anspräche, begegnet man mit dem Argument, dass die Anziehungskraft der Zigarette durch die Werbung nicht bewiesen sei. Genausowenig wie der Zusammenhang zwischen Rauchen und Krebs. Aber wenn wir mal ehrlich sind ist der positive Effekt auf den Umsatz im Bereich der jugendlichen Käufer mit Sicherheit da, sonst hätte die Tabak-Wirtschaft schon längst andere Formen der Öffentlichkeitsarbeit gefunden. Denn schließlich macht die Zigarettenindustrie das was sie macht, nicht nur aus Spaß. Sie  produzieren Tabakerzeugnisse, um Menschen davon zu überzeugen, mit dem Rauchen anzufangen und möglochst damit weiter zu machen. Die halbherzigen Alibi-Versuche, aus vorgeschobenen Gründen der Gesundheitsvorsorge, darauf hinzuweisen, dass Rauchen möglicherweise, wenn auch noch nicht endgültig bewiesen, nachteilig für die Gesundheit sein könnte, nimmt ihnen ja sowieso keiner ab. Hollywood hat das vor einigen Jahren sehr lustig in dem Film „Thank You for Smoking“ dargestellt, wo der Protagonist, ein Pressesprecher in Diensten der Tabakindustrie, vorgibt, an die Gesundheit der Menschen zu denken, jedoch darauf aus ist, möglichst viele Zigaretten zu verkaufen.