Jobs für Freiberufler – Akquise und Marketing

Jobs für Freiberufler – Akquise und Marketing

Wer als freischaffender Webdesigner oder Grafiker arbeitet, kennt die Problematik, dass man viele Sachen gleichzeitig machen muss. Als Chef ist man für alle Prozesse des eigenen kleinen Unternehmens verantwortlich, als Buchhalter muss man ein Auge auf die Finanzen und die Steuer haben. Da man auch Arbeitnehmer-Vertreter ist, sollte man sich um dinge wie Einhaltung der Arbeitszeiten und Gesundheit am Arbeitsplatz kümmern und außerdem ist man ja auch der Arbeitende selbst, also derjenige der tatsächlich etwas schafft. Einen Job allerdings vergessen viele Selbständige, nämlich die Akquise Wenn der Laden gut läuft hat man als Freelancer meist eh keine Notwendigkeit für neue Aufträge. Und wenn man dann Aufträge braucht und auch die Zeit hätte, neue Kunden und Jobs zu akquirieren, dann ist es oftmals schon fünf vor zwölf. Man hat dann vielfach nicht den langen Atem, um eine Durststrecke durchzuhalten. Gerade Freiberufler wie z.B. Designer, Web-Designer oder Programmierer haben die Möglichkeit, sich selbst zu vermarkten, also neben der eigenen Arbeitskraft auch ihre besonderen gestalterischen Fähigkeiten anzubieten. Die weitaus meisten Freischaffenden machen dies natürlich schon, mittels Website, Eigenwerbung wie Flyer, Visitenkarten etc. und vielleicht auch klassischer Werbung wie Anzeigen oder Plakat. Auf die lange Sicht ist dies ein sehr guter Weg, um sich selbst und seine Dienste einem größeren Publikum bekannt zu machen und behutsam, die eigenen Kompetenzen in den Vordergrund zu bringen. So baut man sich einen Namen auf. Für kurzfristiges Geld einnehmen bei akutem Engpass ist das nicht zu empfehlen. Man kann sich aber auch aktiv um Aufträge kümmern, ohne Klinken putzen zu müssen, indem man sich beispielsweise auf it ausschreibungen meldet und die Nachfrage direkt abgrast. Gerade zu Beginn der Dot Com-Welle waren professionelle Webdesigner-Jobs noch unter der Rubrik „IT“ zu finden, sodaß man in einigen der mittlerweile untergegangenen Portalen fündig werden konnte. Heutzutage, wo Internet und Social Media anerkannte Möglichkeiten der Werbung geworden sind, ist die Klassifizierung natürlich eindeutiger. Webdesign ist nicht länger ein Unterbereich von IT, nur weil es eben zufällig auch mit Computern zu tun hat. Ich habe über die Jahre festgestellt, daß ein solider Mix aus festen Agenturtagen und ein paar kleineren bis mittleren Freelancejobs (Website-Erstellung für lokale Betriebe) nebenbei für mich das Auskommen gesichert haben. Zuviel Agentur bedeutete immer, daß man keine Zeit für die nebenher laufenden Aufträge hatte; zu wenig Agentur machte sich aber auch schmerzlich in der Kasse bemerkbar. Letzten Endes muß aber jeder seinen Weg finden, der ihm (oder ihr) am besten gefällt.