Gleiche Versicherungsbeiträge für beide Geschlechter?

Gleiche Versicherungsbeiträge für beide Geschlechter?

Das ist doch mal eine Entscheidung, die man gut finden muß: der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass für Frauen und Männer bei Abschluß eines Neuvertrages die gleichen Versicherungsbeiträge und gleiche Leistungen gelten müssen, es also nur noch einheitliche Tarife für beide Geschlechter geben darf, sogenannte Unisex-Tarife. Denn auch bei Versicherungsbeiträge gilt der in den Menschenrechten verankte Grundsatz der Gleichheit von Männern und Frauen. Deshalb müssen nun die Tarife von Versicherungsverträgen das Gleiche kosten – egal ob der Versicherungsnehmer weiblich oder männlich ist. Die Tatsache, dass also rein rechnerisch Frauen länger leben oder Männer schlechter Auto fahren, die durch statistische Erhebungen in die Berechnungen der Versicherungsbeiträge mit einbezogen werden, dürfen demnach nicht mehr berücksichtigt werden. Das heißt, Unisex Tarife werden fair berechnet. Während also vorher die statistisch niedrigere Unfallhäufigkeit von Frauen ihnen bei Autoversicherungen zu ihren Gunsten ausgelegt werden, wirkt sich genau dieser seltenere Unfalltod bei Lebensversicherungen teurer aus. Näheres hierzu findet man unter anderem hier bei Direktversicherer ERGO. Dort kann man sich auch erklären lassen, welche Versicherungen genau teurer werden und welche sich verbilligen.