Die Tücken der Kommunikation

Die Tücken der Kommunikation

Kommunikation wird allgemein als das verstanden, was man der Umwelt mitteilen will. Ob Werbebotschaft, Nachricht oder Warnung: bei allen Mitteilungsformen kommt es nicht nur auf den Inhalt selbst an, sondern auch auf die Art, wie man die Botschaft an den Mann und die Frau bringt.
Kommunikation ist nicht das was Sie sagen, sondern das was Ihr Gegenüber versteht!
Dieses Zitat des Deutschen Kommunikationsdesigners Kurt Weidemann bringt es auf den Punkt. Es gibt viele verschiedene Arten, um etwas mitzuteilen, aber auch dementsprechend viele Arten, um die Kommunikation zu interpretieren. Denn neben der eigentlichen Kommunikationsebene, der Botschaft selbst, gibt es da noch eine Meta-Ebene, die das ungesagte enthält, die unterschwelligen Botschaften, die weitaus wichtiger sein können, als das stimmlich vorgetragene. Bildlich gesprochen kann man es sich so vorstellen: wenn ihr Gegenüber ihnen entgegnet „Das ist ja toll!“, dann könnte das die Reaktion auf einen besonders wichtig Beitrag zur Diskussion sein, aber auch die umgekehrt gemeinte Aussage einer Person im Streitgespräch. „Ich hab‘ mit einer anderen Frau geschlafen!“, darauf sie dann sarkastisch „Das ist ja toll!“. Dabeihat die Aussage, dass das Fehlverhalten des Mannes aus dem Beispiel toll sei, die umgekehrte Bedeutung dessen, was die Frau gesagt hat. Ähnliche Beispiele sind Aussagen wie „Na super!“, „Das hast du ja wieder toll hin gekriegt!“. Wichtig für die Kommunikation ist also auch der Kontext, in dem eine Aussage getätigt wird. Sagt man, wie oben angedeutet, etwas was auf dem Papier positiv klingt zu einen negativen Vorgang, dann passen beide nicht zusammen. In der Regel, bei empathisen Menschen mit Gespür für diese Art von Gegensatz, übergeht das Gehirn eine der beiden Seiten und kombiniert den tieferen Sinn aus dem Gesagten, vor der Hintergrund dessen, worüber da gerade gesprochen wurde. Ein besonders anschauliches Beispiel von missgestalteter Kommunikation ist der Cartoon von Loriot mit dem Mann, der in seinem Sessel sitzt und entspannt, während ihn seine Frau unablässig mit Vorschlägen was er denn gegen seine nicht vorhandene Langeweile tun kann, bombardiert. Der Clou an der Sache ist, dass der Mann auf die Äußerungen seiner Gattin eingeht, während sie wahrscheinlich nur mit einem Ohr hinhört und nur auf einzelne Begriffe reagiert.