Werbeflächen verkaufen

Werbeflächen verkaufen

Den Einen ist sie suspekt, weil mit dem Makel des Kommerzes behaftet, den Anderen schlichtweg egal und irgendwo in der Mitte zwischen beiden Lagern gibt es die Gruppe, die sie als notwendiges Übel sehen: Online-Werbung. Nachdem wir uns als Konsumenten bereits mit der Werbepause mitten im abendlichen Spielfilmvergnügen abgefunden und manche gar angefreundet haben erobert die Werbung nun auch die Computerbildschirme. Money makes the world go around sagt man und überall wo Menschen zusammenkommen, um gemeinsam etwas zu erleben oder etwas zu konsumieren, bieten sich Möglichkeiten, dies mit etwas Werbung am Rande zu untermalen. Dass man sich als Seitenbetreiber die Bereitstellung von Werbeflächen und Artikelplatz obendrein auch noch vergüten läßt ist ein positiver Nebeneffekt. Man kann mit einem guten Blog, der mit fundierten und gut verfassten Artikeln sein Publikum findet, durchaus Geld verdienen; das haben bereits einige Beispiele bewiesen. Hier sollen nun einige der Möglichkeiten, die es gibt, besprochen werden.
  • Vollkommen automatisch geht der Verkauf von Werbung mit Adiro. Der Anbieter verkauft Links zu kommerziellen Seiten und kassiert dafür eine Provision. Allerdings handelt es sich hierbei um relativ nervige Werbung, weil man nicht nur einen Link hat, sondern beim Mouse over ein Javascript-Ereignis auslöst, welches ein Kästchen einblendet, in dem dann die Werbung eingeblendet wird. Ich habe es ausprobiert und fand es selber sehr nervtötend und habe es dann auch wieder gelassen. Die Installation des Plugins ist kinderleicht und bei WordPress in Sekunden schnelle erledigt, allerdings rechnet sich das Ganze nur bedingt. Nach gut einem Monat und mehreren tausend PageImpressions für die gesamte Site schlugen nur wenige Cent zu Buche, sodass ich unter anderem auch deshalb Adiro wieder Adieu gesagt habe.
  • Ebenfalls automatisiert geht die Platzierung und der Verkauf von Werbeflächen mit Adscale. Hier definiert man nach der Registrierung und Anmeldung eine Werbefläche, legt die Größe und die Position an und wählt das Abrechnungsmodell aus (TKP – TausenderKontaktPreis oder CPC – Cost per Click) und meldet sich dann bei den einzelnen in Frage kommenden Werbern aus. Das geht ebenfalls automatisch mit AutoApprove, sodaß man letztlich nur den JavaScript-Code an der richtigen Stelle einbetten und warten muß. Auch hier rollt der Rubel nur langsam, aber gut 20 Cent sind es auch hier pro Monat. Reich werden sieht also anders aus…
  • Etwas mühsamer sieht es bei Affiliate Werbung aus. Einer der Platzhirsche in diesem Bereich ist AffiliNet. Hier gibt es kein Skript, das automatisch Werbung an der gewünschten Stelle einbindet, man muss vielmehr selber aussuchen, für welche Unternehmen man werben will. Nach der Registrierung als neuer Publisher bei Affilinet sieht man eine Liste aller Firmen, die gerade Kampagnen am Laufen haben, aus denen man sich dann welche aussucht, indem man sich bewirbt. Die Firmen ihrerseits gucken dann, was man für eine Website betreibt und ob das ein geeignetes Umfeld für die Platzierung wäre. Wird man dann angenommen, wählt man das Format der Werbefläche und platziert man ein Javascript-Schnippsel im Quelltext, welcher dann beim Seitenaufruf den Werbeinhalt vom Affilinet-Server abholt. Auch hier klingelt die Kasse bei meinem Test bislang eher leise, aber vielleicht nimmt das Konzept ja auch erst noch Fahrt auf.