Was ist die Künstlersozialkasse?

Was ist die Künstlersozialkasse?

Die Künstlersozialkasse ist ein Teil der gesetzlichen Sozialversicherung, die freiberuflich tätigen Künstlern und Publizisten die Möglichkeit eröffnet, sich gesetzlich zu versichern. Die Beiträge werden hierbei zur Hälfe von den Versicherten bezahlt. Die andere Hälfte wird durch die Erhebung der Künstlersozialabgabe der Verwerter (siehe auch Verwertungsgesellschaft Word und VG Bild-Kunst) und staatliche Zuschüsse beglichen. Der Hauptgedanke dieses „Geschenks“ der sozial-liberalen Koalition unter Kanzler Schmidt an die Künstler, Musiker und Publizisten aus dem Jahre 1981 war, diesem Personenkreis eine gesetzliche Kranken- und Rentenversicherung zu ermöglichen, der ihre besonderen Arbeitssituation mit schwankenden Honoraren und Vergütungen sowie wechselnder Auftragslage berücksichtigt. [aartikel]3423056835:left:toalsterde-21[/aartikel]Die Beantragung der Aufnahme in die Künstlersozialkasse ist recht einfach. Hierfür muss zunächst ein Antrag zur Feststellung der Versicherungspflicht nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) ausgefüllt werden und zusammen mit Belegen, die die Aufnahme einer künstlerischen Tätigkeit nachweisen, bei der Künstlersozialkasse in Wilhelmshaven eingereicht werden. Die Entscheidung dort können mitunter recht lang, sodass es ratsam ist, wenn die vorherige Krankenversicherung bis zur endgültigen Entscheidung der KSK, ob die Versucherungspflicht vorliegt, bestehen bleibt. Da es sich bei der Künstlersozialkasse um eine Pflichtversicherung handelt kann der Termin der Aufnahme in die KSK nicht frei gewählt werden. Entscheidend ist der Termin, an dem die künstletische Tätigkeit aufgenommen wurde. Sollte dieser bereits zurückliegen gilt der Zeitpunkt, an dem der Antrag bei der Künstlersozialkasse eingeht als maßgeblich. Kritiker der KSK bemängeln, dass durch die Künstlersozialkasse einseitig die künstlerisch tätigen Freiberufler und Selbständigen bevorteilt und begünstigt werden, da hierbei zwischen künstlerisch tätigen Selbständigen und „normalen“ Selbständigen unterschieden wird. Fürsprecher erwidern, dass es um sich um längst fällige Erleichterungen für einen meist schweren finanziellen Bedingungen arbeitenden Personenkreis handelt. Die Ungleichbehandlung verschiedener Künstlergruppen stellt außerdem einen weiteren Hauptkritikpunkt dar. Künstler ist bei der KSK nicht gleich Künstler, sodass bei der Antragstellung genau drauf zu achten ist, was man angibt und was nicht.