Geld verdienen ohne Arbeit – geht das?

Geld verdienen ohne Arbeit – geht das?

Nix arbeiten aber trotzdem immer genug Kohle in der Tasche und auf dem Konto, um sich keine Sorgen zu machen. Das ist doch unser aller Traum, oder? Am besten noch ein großes Haus irgendwo wo es richtig schön ist, ein Flachbild-TV, ein teueres Smartphone, zusammen mit einem Luxus-Auto: wollen wir das nicht alle?Offenbar haben sich das auch einige andere Leute gedacht und setzen dabei, wie so oft, auf die Dummheit und die Naivität der Anderen. Sie zielen auf diesen tief empfundenen Wunsch, ohne größere Anstrengung zu viel Geld zu kommen. Am besten von zu Hause. Und am leichtesten geht sowas mittlerweile über das Internet. Etliche Spam-Mails durchziehen das Internet seit geraumer Zeit als Kampagnen, immer auf der Suche nach frischen Opfern, die vor lauter Dollarzeichen in den Augen die Gefahren übersehen, die ein leichtfertiges Beantworten einer Mail beinhalten kann. Martin Mißfeldt erläutert in seinem wirklich sehr guten Artikel über organisierten Internet-Schwindel, wie eine Masche funktioniert: dabei erstellt jemand ein Video auf dem er mit teuren Accessoires wie Edelkarosse und fetter Uhr ausstaffiert, behauptet er habe all diese Reichtümer nur durch die Anwendung seiner Patent-Lösung angehäuft. „Und auch Du kannst das schaffen“, sagt er dann weiter, „Du mußt nur wissen wie es geht.“ Den Weg, wie man das schafft, kann man dann ganz kostengünstig erfahren, in dem man einen (meist geringen Betrag) von unter 100 Euro überweist. Die vermeintliche Patentlösung, die man dann erhält, entpuppt sich entweder als totaler Quatsch, der sich nicht umsetzen läßt, oder das Geld verdienen ist der Verkauf der Masche selbst. Also alles ein großer Beschiß. Bei dieser Art von Internet-Kampagne handelt es sich aber nur um Betrug, während die nächste Masche wirklich kriminell ist. Jeder kennt diese Art von Mail, in der die Witwe eines unbekannten afrikanischen Diktators schreibt, sie habe ein mehrere Millionen Dollar großes Vermögen auf irgendeiner Bank in der Schweiz oder in der Karibik gehortet, und man könne bis zu 70% der Summe behalten, wenn man ihr helfe, an das Geld heranzukommen. Alles was man tun müsse, sei ein Konto bei einer bestimmten Bank zu eröffnen, und dann die Kontonummer mitzuteilen. Der Betrag würde dann dem neu eröffneten Konto gutgeschrieben werden und man könnte den vereinbarten Anteil einstreichen. Mein Anwalt erklärte mir neulich, wo da der Haken sei: in Deutschland kostet die Eröffnung eines Kontos bei einer regulären Bank oder Sparkasse nicht mehr als 5 oder 10 Euro. Das muß aber nicht bei jeder Bank so sein. Er erzählte mir dann, daß Leute auf die Website der besagten Bank gingen und dort online ein Konto eröffnenten, ohne vorher zu schauen, wleche Gebühr dafür erhoben wird. Und dann ihr blaues Wunder erlebten, als eine Rechnung über mehrere tausend Euro für die Kontoeröffnung ins Haus flatterte, aber afrikaninsche Millionen? Fehlanzeige! Eine weitere, wirklich miese Masche ist die hier: man bekommt eine Mail mit dem Angebot, für geringfügige buchhalterische Tätigkeiten Geld einbehalten zu können. Alles was man tun muß, ist sein Bankkonto zu nennen. Binnen weniger Tage würde man dann einen größeren Geldbetrag angewiesen bekommen, zusammen mit einer Email. In der Mail stehen dann weitere Kontodaten, an die man dann bestimmte Geldbeträge weiter überweisen soll. Das ist nichts anderes als Geldwäsche. Man kennt nicht die Herkunft des Geldes, man kennt keinen der Empfänger und kann auf Nachfrage des Finanzamtes nicht erklären, wofür die Gelder bezahlt wurden. Das sieht dann sehr dumm aus. Am besten man läßt die Finger von allen Tricks und verläßt sich weiterhin drauf, daß man mit Fleiß und Ehrgeiz irgendwann die Ziele, die man sich gesteckt hat, erreicht. Ob das nun Millionen sind oder nur ein geregeltes Einkommen durch selbständige Arbeit…