Finanzblogs im Internet – ein Haifischbecken?

Finanzblogs im Internet – ein Haifischbecken?

Durch die Zunahme an Affiliateprogrammen im Finanzbereich gibt es auch eine steigende Anzahl an Finanzblogs und Seiten rund um Finanzen, Versicherungen und kapitalbasierten Dienstleistungen. Nun ist das Thema Geld eines, zu dem wohl jeder etwas beizutragen hat, ob er oder sie Ahnung hat oder nicht. Im schlimmsten Fall weiß wohl jeder wie man das Geld am schnellsten los wird. Was hat man aber von privaten und semiprofessionellen Finanz-Seiten im Internet zu halten?BargeldDie Beratung rund um finanzielle Dinge ist schlicht und ergreifend eine Sache des Vertrauens: Menschen die Geld anlegen möchten investieren ihr Kapital in Dinge, die ihnen von Leuten, denen sie vertrauen, empfohlen oder nahegelegt wurden. Diese Art von Vertrauen ist aber über das Internet relativ schwer aufzubauen und ebenso schwer nachhaltig zu etablieren. Eine Seite, die gute Ratschläge gibt und häufig frequentiert wird, dürfte schnell über den Status eines Geheimtipps hinauswachsen, weil viele Leute die vermeintlich geheimen Tipps kennen. Und wenn eine Seite mit einem Anlagetipp vollkommen daneben liegt und die Anleger daraufhin ihr eingesetztes Kapital verlieren, ist der Vertrauensvorschuss ohnehin weg. Was aber wenn man durch eine schlechte Beratung im Internet Geld verliert? Wer kann dann für die erlittenen Schäden haftbar gemacht werden? Das ist im Haftungsland Deutschland eine reichlich interessante Frage. Vor allem wenn man einem falschen Ratschlag von einer Seite gefolgt, die sich hinterher als Amateur-Seite herausstellt. Die allerwenigsten Finanzportalseiten werden über eine Haftpflichtversicherung verfügen. wieso auch? Die Betreiber haben ja in den meisten Fällen garnicht wirklich vor, ihre Leser zu beraten oder zu informieren. In vielen Fällen geht es wohl mehr darum, möglichst viele Affiliatelinks unter die Leute zu bringen – in der Hoffnung, dass schon irgendjemand drauf klicken werde und man so einen Anteil an der Provision bekommt. Da gibt es also unzählige Berater und alle wollen nur verkaufen. Wlechen Sinn haben dann solche Seiten? Die Seite finanz-durchvblick.info verspricht wie der Name schon sagt, Durchblick bei Finanzen, Versicherungen und Kapitalanlagen. Kann sie diesen Anspruch aber halten? Kann ein privat betriebenes Portal für Finanzdienstleistungen mit professionell betriebenen Seiten in Puncto Aktualität oder Qualität mithalten? Wie steht es mit fundiertem Wissen? Kann man ausreichend von den Provisionen leben um sich voll und ganz dem Bloggen über finanzielle Dinghe zu widmen? Gute Frage. Viele Finanzseiten dürften kaum mehr sein als hobbyportale; Seitenvon ambitionierten Hobbybrokern die versuchen nebenher eine paar Euros zu erwirtschaften. Fundierte Beratung zu Kapitalanlagen und Finanzen sucht man am besten nach wie vor bei einer Bank oder einem Kreditinstitut.