Riester-Rente auch für selbständige Künstler

Riester-Rente auch für selbständige Künstler

Als Anfang der 2000er Jahre die Altersvorsorge im Zuge der Einführung der Agenda 2010 neu geregelt wurde, führte die damalige rot-grüne Koalition eine vom Staat durch Zulagen und Sonderausgabenabzugsmöglichkeiten geförderte, privat finanzierte Rente ein. Die sogenannte Riester-Rente ermöglicht allen gesetzlich Versicherten, die zu erwartende Rente im Alter durch Eigenleistung zu erhöhen. Wie aber verhält es sich mit selbständigen Künstlern? Wer mit einer auf Dauer angelegten Künstlerischen Tätigkeit seinen Lebensunterhalt verdient kann einen Antrag auf Feststellung der Versicherungspflicht nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) stellen und damit in die Künstlersozialkasse aufgenommen werden. Ausgenommen von dieser Versicherungspflicht sind Künstler, die weniger als 3900 Euro pro Jahr erwirtschaften. Hier wird von Geringfügigkeit ausgegangen. Durch die Versicherung über die Künstlersozialkasse ist man Mitglied der gesetzlichen Versicherung und hat damit Anspruch auf die Vergünstigungen der gesetzlich Versicherten. Hierzu zählt auch die zulagengeförderte Altersvorsorge Riester Rente für die man eine jährliche Grundzulage von 154 Euro bekommen kann. Zusätzlich kann eine Zulage von 185 Euro pro Kind (300 für ab 2008 Geborene) gezahlt werden. Das Finanzamt prüft, ob eine Steuererstattung günstiger wäre als die Zulagen. Ist dies der Fall, so werden Steuern erlassen.
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Gerade die sogenannten „brotlosen“ Künstler haben nicht immer die finanziellen Möglichkeiten, für Ihren Lebensabend Vorsorge zu treffen und können durch Abschluß einer Riesterrente oder eines Riester Sparplans ihren Lebensstandard auch im Alter absichern. Kritiker der Riester-Vorsorge behaupten, die Riesterei würde sich garnicht lohnen und würde nur der privaten Versicherungswirtschaft zusätzliche Erträge in die Kassen spülen, ohne dabei den Versicherten wirklich zu nützen. [aartikel]3423056835:left:toalsterde-21[/aartikel]Dem stehen in einer neuen Studie der Versicherungswirtschaft (GDV) Zahlen entgegen, die das Gegenteil beweisen sollen („Und Riestern lohnt sich doch“, Frankfurt Rundschau vom 7.Dez. 2011). Sie kommt zu dem Schluß, dass sich die Riesterrente besonders für Sparer mit Kindern und niedrigem Gehalt lohnt. So kann man neben der Sozialversicherung über die Künstlersozialkasse als selbständiger Künstler oder Kreativer auch von den Vorteilen profitieren, die eigentlich nur den abhängig Beschäftigten offenstehen. Einen übersichtlichen Vergleich der einzelnen Anbieter von Riester-Versicherungen findet man bei www.finanz-durchblick.info