Ein kleiner Rechner in Größe einer Kreditkarte, mit dem man experimentieren und programmieren kann. Kann so ein Gerät wirklich zum Erfolgsschlager werden? Ja, das ist möglich, zumindest im Falle des Minicomputers Raspberry Pi. Das kleine Gerät, das für verschiedene Zwecke benutzt werden kann, wurde ursprünglich von seinen Machern für junge Studenten und Schüler angefertigt, damit diese lernen können, auf einem preisgünstigen und dennoch effektiven Computer zu programmieren und sich in die Welt der IT hineinzudenken. Es war zuvor nämlich aufgefallen, wie wenige Studenten im Bereich des IT vor ihrem Studium überhaupt einen blassen Schimmer vom Programmieren und ähnlichen Dingen hatten.Um dies zu ändern, wurde der Raspberry Pi erfunden und ähnlich wie andere moderne Computer nach einer Frucht benannt, nämlich der Himbeere. Vorgemacht hatten das schließlich schon andere, siehe Apple und Acorn. Der Name des Einplatinencomputers klingt demnach genauso wie das englische Wort für Himbeerkuchen „Raspberry Pie“, wird nur ein wenig anders geschrieben. Das Pi am Namen entstand ursprünglich aus einer Idee, alle Geräte mit dem Interpreter für die Programmiersprache Python auszustatten, was letztendlich aber nicht durchgesetzt wurde. Pi ist demnach die Kurzform für Python Interpreter und wurde am Ende des Namens belassen.

Nach dem Modell Raspberry Pi A ist mittlerweile das leistungsstärkere Raspberry Pi Typ B auf dem Markt erhältlich. Es wird im Gegensatz zu seinem Vorgänger nicht in China sondern in Großbritannien produziert und verfügt über einen größeren Speicherplatz als Modell A, sowie über einen zusätzlichen USB Anschluss. Gerade für Bastler, die sich vorgenommen haben, etwas Einzigartiges aus dem Himbeerrechner zu machen, lohnt sich der Kauf dieser neuen Version, die nur ein wenig teurer als die erste Ausgabe ist. Mehr technische Details und Unterschiede der beiden Modelle werden auf http://raspberrypiguide.de/ beschrieben.

Der Preis ist es übrigens, der das kleine Rechnermodell so besonders macht. Mit so gut wie all den Eigenschaften, die auch ein großer Rechner hat, kostet der Raspberry Pi keine 50 Euro, selbst wenn man sich zusätzlich auch noch beim Zubehör umsieht. Für Bastler und Technikfreaks stellt das kleine Gerät deshalb eine tolle Alternative zu größeren Exemplaren dar. Im Internet haben sich mittlerweile regelrecht Foren und Plattformen gebildet, auf denen Bastelanleitungen für den Raspberry Pi weitergegeben werden. Die Zahl der Dinge, die man mit dem kleinen Rechner anstellen kann, ist schier endlos. Wer will, wandelt das Gerät zu Lautsprechern um oder gar zu einem Radioempfänger.

Und der Aspekt, mit dem Raspberry Pi dem Nachwuchs auf die Sprünge zu helfen, ist ebenfalls nicht in Vergessenheit geraten. So ist kürzlich ein neues Image auf den Markt gekommen, das das Programm Mathematica zusammen mit einer neuen Programmiersprache von Wolfram Research enthält. Das Ziel ist es, Schülern das leidige Thema Mathe auf einem neuen und interessanten Weg näherzubringen und das Gerät in den Schulunterricht zu integrieren. Der technisch-wissenschaftliche Einsatz der Mathematik könnte so den Schülern deutlich gemacht werden und im Gegensatz zu den üblichen Themen stehen, die sonst im Matheunterricht behandelt werden. Mehr zu diesem Thema gibt es übrigens hier zu lesen: http://www.golem.de/news/mathematica-mathe-anders-lernen-mit-raspberry-pi-1311-102903.html

Kategorien: Diverses

1 Kommentar

Daniel · 15. Januar 2014 um 01:04

„Der Preis ist es übrigens, der das kleine Rechnermodell so besonders macht. Mit so gut wie all den Eigenschaften, die auch ein großer Rechner hat, kostet der Raspberry Pi keine 50 Euro“

Das ist das „Problem“ (was eigentlich keins ist :P) beim Raspberry Pi: wenn man das ganze Zubehör noch kauft und vll des eine oder andere Extra, zahlt man dafür mehr als für das Raspi – find ich nur kurios, ist ja bei keiner anderen Hardware so. ;D

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