Bücher selbst verlegen

Jeder hat eine Geschichte zu erzählen. Manche sind dabei natürlich interessanter als andere, auch wenn das irgendwie auf den Standpunkt des Betrachters bzw. Lesers ankommt. Viele Menschen würden gerne ihre Geschichte aufschreiben und diese in gedruckter Form als Buch haben. Früher war das weitaus komplizierter als es das heute ist. Vor wenigen Jahren noch mußte man als Autor einen Verlag finden, um gedruckt zu werden. Die Herstellungskosten und das Risiko lagen dabei beim Verlag. Das bedeutete, dass der Autor jedes einzelne Manuskript erstellen musste, was in Zeiten vor dem Computer viel schwerer und teurer war als heute. Dann fing das Klinken putzen an: mit seinem Manuskript musste er entweder Verlage aufsuchen oder sie per Post verschicken. In der Hoffnung, dass irgendwann der ersehnte Brief kommt, dass ein Verlag Interesse an dem Manuskript hat. Heute, in Zeiten des Web 2.0, ist das viel einfacher: durch den Digitaldruck fallen heute kaum noch Kosten für die Druckvorbereitung an, die vorher mit zum wirtschaftlichen Risiko des Verleger gehörten. Die digital gedruckten Bücher sind dabei in ihrer Verarbeitung den im herkömmlichen Offsetdruck erstellten Werken ebenbürtig undstehen ihnen in Aussehen und Qualität in nichts nach. Warum selber verlegen? Wenn man früher sein Manuskript an einen Verlag gesandt hat, dann wurde es dort nicht nur auf seine Vermarktbarkeit und hinsichtlich der Rechtschreibung und Grammatik geprüft, es wurde auch von geschulten Lektoren gegengelesen, die den eingereichten Texten oftmals den letzten Schliff geben wollten. Nun sind kreative Menschen aber meist sehr eigensinnig, wenn es um die Veränderung ihrer Werke geht, auch wenn dies als Verbesserung angekündigt ist. Viele Autoren sind mit den Eingriffen der Lektoren nicht glücklich und willigen nur ein, damit die Veröffentlichung ihres Manuskripts zustande kommt. Der einzige Ausweg aus dieser Situation besteht für Autoren darin, ihre Bücher selber zu verlegen und damit die volle künstlerische und inhaltliche Kontrolle zu behalten. Aber auch das unternehmerische Risiko. Mehr zum Thema „Bücher selber verlegen“ und „Selbstverlag“ auf den folgenden Seiten: