Biografien haftet immer etwas schwieriges an. Entweder versucht sich der Autor als reiner Erzähler, der Lebensdaten und Fakten herunterbetet, weil man das so erwartet, denkt man. Oder wenn es sich um einen echten Bad Boy handelt, wird tief im Dreck gegraben, um das schlechte Bild in der Öffentlichkeit noch weiter zu verfestigen. Bei Fußballer Eric Cantona handelt es sich mit Sicherheit um jemanden, den die Öffentlichkeit als bösen Buben kennt.

The rebel who would be king - Cover

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Seine von Philippe Auclair niedergeschriebene Biografie The rebel who would be king ergeht sich weder in Vorwürfen noch nutzt derAutor die Gelegenheit, hier weiter gegen den früheren französischen Nationalspieler auszuteilen. Auclair, der als Franzose jahrelang aus England über den dortigen Fußball berichtete, greift für seine Biografie auch Interviews mit Cantona selbst sowie Zeitzeugen zurück, um ein Bild von ihm zu zeichnen. Die Beschreibung seiner Kindheit und Jugend in Marseille läßt erkennen, wie sehr Eric Cantona ein Getriebener ist.

[aartikel]0330511858:left[/aartikel]Nach zahlreichen Stationen in Frankreich, wo er weder in Bordeaux noch in Marseille glücklich wurde, kam er im Frühjahr 1992 nach Leeds, die er zur ersten Meisterschaft seit 1974 führte. Im November des gleichen Jahres wechselte er zu Manchester United und Trainer Alex Ferguson, mit dem er in den darauf folgenden fünf Jahren vier Mal Meister wurde. Die Aktion, die ihm weltweit ungefähr soviel Bekanntheit eingebracht haben wird wie “die Hand Gottes” oder das “Wembleytor”, der Kung Fu-Tritt gegen einen pöbelnden Fan der gegnerischen Mannschaft, kostete ihn die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 1998, die bekanntlich den Gastgebern den ersten Stern brachte.

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Kategorien: Kunst

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